Intuition – der sechste Sinn

Fantastischleben-Blog von Klaus Pertl – Posted on 

Auch wenn die meisten Menschen davon ausgehen, dass wir nur mit 5 Sinnen zur Welt kommen – sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken – so besitzen wir alle doch auch etwas sehr mysteriöses. Einen sechsten Sinn, unsere Intuition. Damit meine ich diese oftmals völlig unlogischen Eingebungen und Ideen, die wir hin und wieder haben. Intuition, ja wir alle besitzen es, aber nur wenige verstehen es und noch weniger nutzen es gezielt für ihr Leben.

Das Wort Intuition stammt aus dem lateinischen Wort intueri, was bedeutet, nach innen zu sehen! In Japan versteht man Intuition als die „Bauchkunst“ – interessanterweise nennen wir es oftmals auch das „Bauchgefühl.“

Intuition ist eine ganz natürliche Fähigkeit, die wir alle von Geburt an besitzen. Wir besitzen diese Fähigkeit, um richtige Entscheidungen treffen zu können. Entscheidungen, die möglicherweise unser Leben retten können – wenn man eine Gefahr spürt oder wahrnimmt. Oder wenn man sich für einen Beruf oder Arbeitsstelle bewirbt (ist diese Stelle das richtig für mich?) oder wenn es darum geht in den Aktienmarkt zu investieren (soll ich jetzt in diese Aktie kaufen oder verkaufen?). Das tolle an der Intuition ist, das sie extrem schnell ist. Es gibt keine langen Analysephasen. Die Antwort kommt sofort, ist einfach da!

Und genau deshalb, weil es einfach da ist und keinem uns bewussten „rationellen“ Prozess folgt, hat es in unserer auf Logik, Analytik und Rationalität (langwierigen Analyseprozessen) aufgebauten Welt einen so schweren Stand.

Was passiert im Gehirn in diesem Moment genau? Wenn wir etwa einen unbekannten Raum betreten, dann verarbeitet unser Gehirn den Input über unsere 5 Sinne, überprüft aber auch unsere vergangenen Erfahrungen und nimmt auch noch die Gefühle, die unsere Intuition uns vermittelt, war. In Millisekunden werden all diese Daten verarbeitet und dann sofort in ein „Bauchgefühl“ umgewandelt. Und dieses Bauchgefühl gibt uns dann zum Beispiel entweder ein „sicheres“ oder „bedrohliches“ oder „ängstliches“ Gefühl in Bezug auf dieses Zimmer. Es ist dieses Gefühl was von diesem Moment an bestimmen wird, wie wir uns in diesem Zimmer fühlen werden. Sicher und entspannt oder nervös und ängstlich. Das ganze passiert so schnell, dass sich die Wissenschaftler darüber einig sind, das es sich nicht um einen rationellen Bewertungsprozess handeln kann – denn der würde wesentlich länger dauern. Interessanterweise spielt unsere Intuition, immer, in allen Entscheidungsprozessen, eine Rolle. Auch wenn wir das nicht immer bewusst wahrnehmen. Intuition ist immer aktiv.

Erfolgreiche Menschen zeichnen sich dadurch aus, das sie viel mehr auf ihr „internes“ Entscheidungsinstrument – auf ihre Intuition vertrauen, als weniger erfolgreiche Menschen. Gemäß einer Studie der Harvard Universität, kamen Forscher zu dem Ergebnis, dass Intuition für den Erfolg absolut essentiell ist. In einer Studie mit 13.000 erfolgreichen Managern und Führungskräften, erklärten 80%, dass ihr Erfolg darauf zurückzuführen ist, dass sie sich auf ihre Intuition verlassen haben. Strategien zur intuitiven Informationsverarbeitung werden heute immer öfters in den Top Führungsriegen vorgefunden. Auch wenn das keiner gern zugeben oder darüber reden möchte.

Wie kann man die eigene Intuition gezielter nutzen?
Wir wissen heute von vielen Studien, dass unsere Intuition dann besonders „aktiv“ ist, wenn wir entspannt sind. Also zum Beispiel vor dem ins Bett gehen, oder kurz nach dem Aufstehen, oder wenn wir Tagträumen, in uns gekehrt sind und nachdenken oder Dinge tun, die uns extrem entspannen. Und all diese entspannten Bewusstseinszustände haben einen gemeinsamen Nenner. Richtig, Alpha-Gehirnwellen.