Quantenwelt: Interessante Studie Teil 2

Fantastischleben-Blog von Klaus Pertl – Posted on 

Fortsetzung von Auszügen auf dem Buch von Lynne McTaggart (The Bond – Wie in unserer Quantenwelt alles mit allem verbunden ist.”

Die jüngsten Forschungsergebnisse zeigen, dass unser Bedürfnis nach Beziehungen noch fundamentaler ist, als der Wille nach Macht.

Der wichtigste Impuls allen Lebens ist nicht der Wille zur Macht, sondern der Wille zur Verbundenheit. Tiefe Verbundenheit statt Konkurrenz entspricht dem innersten Wesen der menschlichen Natur.

Dieser Impuls, nach Vernetzung zu suchen, zeigt sich in jeder Gesellschaft in vier verschiedenen Formen:

1) einem Bedürfnis nach Zugehörigkeit

2) einem Bedürfnis nach Zustimmung

3) einem Bedürfnis zu geben und

4) einem Bedürfnis sich gegenseitig abzuwechseln

Die Menschheit ist grundlegend auf Stammeszugehörigkeit eingestellt.

Der österreichische Wirtschaftswissenschaftler Ernst Fehr – Professor an der Universität Zürich – hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Ökonomie der Fairness zu untersuchen. Fehr hat seine Theorie umfassend mit einem Experiment aus der klassischen Spieltheorie getestet, dem sogenannten “Ultimatum” Spiel.

Dabei werden die Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip zu Paaren zusammengestellt, dürfen sich aber nicht kennenlernen. Die Paare setzen sich aus einem “Akteur” und einem “Reagierenden” zusammen. Der Akteur erhält eine Geldsumme, beispielsweise 10 Euro, und darf dem Reagierenden jede beliebige Summe zwischen 1 und 10 Euro anbieten. Die Aufgabe des Reagierenden besteht lediglich darin, das Angebot anzunehmen oder abzulehnen. Wenn er es annimmt, bekommt er die betreffende Summe, und der Akteur behält den Rest. Lehnt der Reagierende das Angebot jedoch ab, stehen am Ende beide Spieler mit leeren Händen da. Es gibt nur dieses einmalige Angebot, und beide Spieler wissen das – deshalb der Name “Ultimatum”. Die Hoffnung auf ein besseres Angebot entfällt. Da das Spiel außerdem nicht wiederholt wird, ist beiden Teilnehmern klar, dass es nie eine Vergeltung geben wird.

Das Spiel ist rund im die Welt  und in verschiedenen Kulturen gespielt worden, und die Ergebnisse sind außerordentlich ähnlich. Bei einem anonymen Austausch zwischen zwei Fremden ist es sehr wahrscheinlich, dass altruistisches Verhalten ganz spontan auftritt sagt Fehr. Am häufigsten werden 50% angeboten. Im Durchschnitt sind es 43 bis 48%. Obwohl es für sie persönlich einen Verlust bedeutet, geben die meisten Spieler die Hälfte der erhaltenen Summe ab, auch wenn sie ihr Gegenüber nicht kennen und niemals kennenlernen werden.

Noch interessanter ist die Tatsache, dass die Menschen dazu neigen, Mitspieler abzustrafen, wenn sie die Grenzen der Fairness verletzen. Bei “Ultimatum” lehnen die Probanten Angebote unter 20% im Allgemeinen ab. Wissenschafter nennen diesen Impuls “altruistische Bestrafung”, unser Verlangen, Unfairness zu bestrafen, auch wenn wir selbst etwas dabei verlieren.

Als Ultimatum bei individuellen Kulturen getestet wurde, zeigte sich, dass die Individuen sich umso fairer verhielten, je stärker die Gesellschaft auf gegenseitiger Abhängigkeit basierte. Die von der Waljagd lebenden Lamalera in Indonesien erwiesen sich als die fairste aller Kulturgruppen, weitaus fairer als wir im Westen. Zwei Drittel der Spieler boten genau die Hälfte ihres Geldes an, der Rest mehr als 50%.

In unserem Herzen sind wir mit einem kleineren Stück vom Kuchen zufrieden, wenn das bedeutet, dass jeder seinen Anteil bekommt.

Das ist, so wie ich finde, eine sehr wichtige Erkenntnis.