Gute Reaktion auf Belastungen im Alltag

gute Reaktionen auf Belastungen des Alltags

Wie sollten wir am besten auf die vielen Belastungen im Alltag reagieren? Was ist in solchen Fällen die beste Reaktion? Wie sinnvoll und effektiv ist es solche Situationen einfach zu ignorieren oder zu verdrängen? Oder sollten wir vielleicht doch lieber lernen, solche Situationen uns selbst „schön“ zu reden?

Auf diese Fragen möchte ich heute eingehen. Als Pragmatiker und Anwender ist es für mich wichtig einfache Vorgehensweisen zu finden. Damit meine ich Techniken, die zum einen leicht umsetzbar aber auch gleichzeitig sehr effektiv sind. Damit meine ich, dass es sie 70% der Fällen sehr gut für mich funktionieren. Genau so eine Vorgehensweise stelle ich Ihnen hier vor.

Gute Reaktion auf Belastungen im Alltag 

Für mich gibt es vier Punkte, die mir immer wieder hervorragend helfen sehr gut auf meine Belastungen im Alltag reagieren zu können.

Punkt #1: Neues Bewusstsein aufbauen

Ich kann etwas Belastendes letztendlich nur mit zwei unterschiedlichen Denkmodellen betrachten. Entweder indem ich mich als „Opfer“ wahrnehme oder indem ich „Führung / Leadership“ übernehme.

Beide Modelle haben ihre ganz eigenen Merkmale:

OPFER 
LEADERSHIP
Hier gibt es in der Regel nur starke NEGATIVE emotionale Bewertungen der Situation.
Hier gibt es auch noch andere (nicht nur negative) emotionale Bewertungen der Situation.
Denken/sagen:
„Ich bin enttäuscht / wütend…“
„Ich hasse ihn/sie …“
Denken/sagen:  
„Ich nehme in mir ein starkes Gefühl der Enttäuschung war, aber das ist nur eine erste, und nicht automatisch auch die für mich beste, Reaktion …“
Ich habe keinen bewussten Einfluss auf meine Reaktion. 
Hier reagieren wir unbewusst und automatisch.
Die typischen Reaktionen sind:
  • schimpfen / sich beschweren
  • nach Ausreden suchen
  • Schuldzuweisungen machen
Wir können gar nichts anderes tun als uns aufzuregen.
Ich habe einen bewussten Einfluss auf meine Reaktion.
Hier reagieren wir sehr viel bewusster und reflektierender.

Wir können aus mehreren Möglichkeiten wählen und entscheiden. Die typischen Reaktionen sind:

  • wir stellen mehr Fragen
  • vergleichen und überlegen Optionen
  • können besser voraus- und zurückdenken
  • können besser überlegen, was in dieser Situation die für uns die hilfreichste Reaktion wäre
  • wir erkennen, dass wir uns aufregen können, es aber nicht unbedingt müssen
Ich denke, wir haben in solchen Situationen keine inneren Kräfte.
Wir geben oftmals unbewusst aber doch auch freiwillig unsere inneren Kräfte ab. Vor allem dadurch, das wir denken, das wir keine innere Kräfte besitzen.
Wir fokussieren uns zu sehr auf „externe Kraft“ und vergessen welche „interne Kraft“ wir alle besitzen.
Ich denke ich habe immer, auch in solchen Fällen, innere Kräfte.
Wir behalten unsere inneren Kräfte.
Wir wissen, welche inneren Kräfte wir in solchen Situationen besitzen und entscheiden, welche inneren Kräfte wir hier nutzen möchten.
Z.B.:
unsere Nächstenliebe / Mitgefühl
unsere Kraft / Energie
unsere besonderen Fähigkeiten
unsere Kreativität
Das Motto lautet:
„Es is ein Leid passiert und deshalb muss ich jetzt auch leiden!“
Das Motto lautet: 
„Ein Leid ist passiert, aber zu leiden ist abhängig von meinem Mitwirken und daher optional!“
Aktiviert unseren Hirnstamm
Unser Reptiliengehirn, welches
zuständig ist für unser Überleben (u.A. unser Kampf- und Fluchtverhalten).
Aktiviert unseren Neokortex 
Unsere Denkkappe, welches
zuständig ist für unsere höheren Denkaufgaben. Für unser logisches und kreatives Denken.

Erste konkrete Aktion:

Treffen Sie ein sehr bewusste und klare Entscheidung. Nämlich die, als erwachsener Mensch nicht mehr länger im „Opfer-Modus“ zu leben.

Erkennen Sie, dass wir Situationen sicherlich nicht immer beeinflussen können, aber sehr wohl wie wir darüber denken und fühlen möchten. Hierauf haben wir durchaus auch einen sehr bewussten Einfluss. Wir können auch anders reagieren, als wir das bisher vielleicht getan haben.

Erkennen Sie, nur im „Leadership-Modus“ können Sie so reagieren, dass es für Sie und Andere wirklich hilfreich ist.

Punkt #2: Das Gehirn (die Emotionen) beruhigen 

Wenn wir uns in einer belastenden Situation im Alltag befinden, dann ist es wichtig zu lernen, unser Gehirn/Emotionen immer wieder zu beruhigen.

Belastende Emotionen aktiveren unseren Hirnstamm (das Reptiliengehirn). Wenn dieses Gehirn aktiviert ist, können wir hervorragend „Opfer“ sein, und dann in diesem Moment entweder hervorragend „wegrennen“ oder  „kämpfen“. Was wir jetzt nicht besonders gut können ist „DENKEN“.

Zweite konkrete Aktion:

Schneller fühlen (erkennen und merken), wenn wir uns im „Opfer-Modus“ befinden. Zur Erinnerung, als Opfer schimpfen, meckern wir, regen wir uns auf. Wir fühlen uns genervt, gestresst oder frustriert.

In so einem Moment bitte sofort die 90 Sekunden Technik anwenden. Sie hilft Ihnen Ihren Geist sehr schnell wieder zu beruhigen (zu entspannen), um dadurch wieder in den Neokortex (ins Denken), in den „Leadership-Modus“ und ins JETZT zu kommen.

Bei der 90 Sekunden-Technik handelt es sich um eine Achtsamkeitsübung. Das bedeute wir lernen hier vier Dinge zu tun:

1) Wir akzeptieren, dass wir uns gerade nicht sehr wohl fühlen. Also diese Belastung nicht bekämpfen, verdrängen oder versuchen es uns schön zu reden.

2) Wir bestätigen mental dieses Gefühl, in dem wir z.B. folgendes denken: „Ja, das ist jetzt wirklich schrecklich (fürchterlich, nervig etc.).“

3) Wir tun dann aber diesen Satz mit einem Punkt beenden. Also nicht noch mehr hinzufügen. Nicht noch mehr darüber nachdenken.

4) Wir tun diese belastende Situation nicht „bewerten“ oder „beurteilen“. Wir erlauben einfach, dass gerade etwas passiert ist, das uns nicht gefällt – PUNKT!

Punkt #3: Unsere inneren Stärken wieder bewusster nutzen 

Wir alle besitzen ganz natürliche innere Stärken. Jeder von uns. Auch wenn wir natürlich auf diese, wenn wir uns gerade im Reptiliengehirn befinden, nicht so gut zugreifen können.

Aber mit Hilfe der 90-Sekunden Technik haben wir jetzt wieder mehr „mentale und emotionale“ Ruhe kreiert. Jetzt können wir auch wieder sehr viel bewusster wahrnehmen und entscheiden, welche von unseren inneren Stärken wir für diese belastende Situation nutzen möchten.

Dritte konkrete Aktion: 

Erkennen Sie, welche natürlichen inneren Stärken Sie zur Lösung dieser Belastung besitzen und welche Sie in diesem Fall auch einsetzen möchten.

Hier einige unserer inneren natürlichen Stärken:

  • Grenzenlose Liebe
  • Nächstenliebe
  • Mitgefühl
  • Vergeben
  • Verständnis aufbauen
  • Lösungen finden
  • Unsere besonderen Fähigkeiten und Talente
  • Kreative Fähigkeiten
  • Energie und Kraft
  • Logisch analytische Fähigkeiten
  • Empathie
  • Positiver MindSet
  • Geduld / Ausdauer

Es gibt für jede Belastung immer auch eine Lösung. Im „Leadership-Modus“ wissen Sie, dass Dinge immer wieder schief gehen können. Sie wissen aber auch, dass Sie darunter nicht leiden „müssen“. Und Sie wissen, dass Sie auch klare innere Stärken besitzen, auf die Sie jetzt zugreifen können.

Jetzt, wenn Sie so vorgehen, dann reagieren Sie mit einer wie ich denke sehr viel höheren Intelligenz. Sie reagieren mehr aus Ihren Stärken und wahren inneren Potenzialen heraus. Das verändert und verbessert nicht nur das Erlebnis sondern auch das Ergebnis.

Punkt #4: Üben 

Alles, was ich hier beschrieben habe, ist etwas, dass wir lernen und bewusst verbessern können. Also üben Sie. Fokussieren Sie sich wie immer auf Fortschritt und nicht auf Perfektion.

Vierte konkrete Aktion:

Sehen Sie jede „belastende“ Situation als eine Chance zum Üben. Vermeiden Sie also solche Situationen nicht. Stellen Sie sich ihnen, indem Sie, wie oben beschrieben, „durch sie durchgehen“. Denn dann verlieren solche Situationen ihre Kraft über Sie.

Zeigen Sie eine gute Reaktion auf Belastungen im Alltag. Reagieren Sie aus dem Leadership-Modus heraus. Nutzen Sie 90-Sekunden-Technik und aktivieren Sie Ihre natürlichen inneren Stärken. Sie werden durch beständiges Üben immer besser darin werden solchen Belastungen des Alltags zu lösen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung. 

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