Motivation richtig verstehen

Motivation

Über Motivation kann man so viel sagen und schreiben, dass man dann am Ende wieder gar nicht mehr weiß. Deshalb möchte ich mich heute in diesem Beitrag auf das Wesentliche zu diesem doch sehr großen Thema fokussieren:

  1. Es gibt 2 Formen der Motivation: intrinsische und extrinsische Motivation
  2. Es gibt 2 Quellen für Motivation: Selbstmotivation und Fremdmotivation
  3. Es gibt 2 dominate Motivations-Emotionen: Angst oder Freude
  4. Es ist absolut essentiell für alles, was wir tun. Wir brauchen es (um erfolgreich zu sein) täglich!

2 Formen der Motivation

motivation - intrinsisch

 

 

 

 

Hier ist das Tun das Interessante. Die Tätigkeit (die Sache) selbst ist das motivierende. Ich tue etwa, um seiner selbst willen – weil es Spaß macht, Interessen befriedigt oder eine Herausforderung darstellt. Die intrinsische Motivation steigt mit der Übereinstimmung zwischen den Wünschen einer Person und deren Aufgaben.

Beispiele hierfür sind: jemand spielt voller Begeisterung Klavier, oder wertet voller Konzentration Zahlen und Daten aus, oder schreibt gerne stundenlang Geschichten für ein Buch, oder führt ein engagiertes Gespräch mit einem potenziellen Kunden. Dieser Person macht es einfach Spaß genau das zu tun. Sie denkt nicht darüber nach, warum sie das macht oder welche Vorteile oder Belohnungen sie dafür bekommt.

Tut diese Person anschließend wieder etwas anderes (etwas das sie nicht intrinsisch motiviert), dann ist die intrinsische Motivation auch wieder verschwunden.

Hier ist das tolle an intrinsicher Motivation: der innere Antrieb weiter zu machen, ist sehr viel höher als das innere Verlangen aufzugeben. 

motivation - extrinisch

 

 

 

 

Als extrinsich motiviert bezeichnet man Tätigkeiten, die nicht um ihrer selbst Willen ausgeübt werden, sondern z.B. für Geld, oder Anerkennung oder dem Entgehen einer Strafe. Die Belohnung aus einer Sache ist das Motivierende. Ich mach etwas, weil ich mir davon einen Vorteil (Belohnung) verspreche oder Nachteile (Bestrafung) vermeiden möchte.

In diesem Fall will die Person nur dann Klavier spielen, wenn sie dafür Geld bekommt, werden die Zahlen und Daten deshalb ausgewertet, weil es einem helfen soll schneller Karriere zu machen, schreibt man die Geschichten nur deshalb, weil man darauf hofft, einen Bestseller zu schreiben (berühmt zu werden) und führt man das Kundengespräch nur deshalb, weil man die Provision braucht, um sich ein schöneres Auto kaufen zu können.

Die primären Hilfsmittel der extrinsischen Motivation sind:

  • Bezahlung
  • Bonus / Prämien / Zulagen
  • Anerkennung / Lob / Urkunden / Pokale / Preise
  • Titel / Rechte / Privilegien
  • Beförderung / Karriere
  • Status / Macht / Einfluss

Aber hier ist das Problem mit extrinsischer Motivation: der innere Antrieb aufzugeben ist bei diesen Aktivitäten sehr viel höher, als das innere Verlangen weiterzumachen. 

Beides funktioniert

Aber nicht immer – nicht in allen Situationen – gleich gut. Studien zeigen, dass für einfache Tätigkeiten, wo es nicht notwendig ist viel über das was man tut nachzudenken (z.B. Fließbandarbeit, oder Erde ausgraben, oder Pakete in ein Regal einräumen), die extrinsische Motivation sehr effektiv sein kann.

Aber bei Tätigkeiten, wo Denken (Überlegen, Kreativität, Veränderung etc.) notwendig und wichtig ist, funktioniert extrinsische Motivation nicht mehr so gut. Es ist sogar so, dass intrinsische Motivation durch extrinsische Belohnungen zerstört werden kann. Wenn ein Verhalten fast nur durch äußere Anreize (Anweisungen, Belohnung) gesteuert wird, sinkt die innere Beteiligung, da so das Gefühl der Selbstbestimmung zerstört wird. Was wiederum dafür sorgen kann, dass die Freude an der Tätigkeit selbst (die intrinsische Motivation) außer Kraft gesetzt werden kann.

Unser erster Wunsch ist immer: intrinsisch  

Wir alle wollen, in allem was wir tun, immer zu erst intrinsische Motivation. Ist das nicht möglich, dann wollen wir eine attraktive extrinsische Motivation.

motivation2 Quellen für Motivation

Selbstmotivation 

Die Motivation kommt von mir selbst. Ich selbst bin die Quelle meiner Motivation. Ich selbst kann mich motivieren. Ich weiß, was ich brauche um motiviert zu sein (kenne meine spezifischen Motivationsknöpfe) und ich selbst sorge dafür, dass ich diese auch anschalte.

Am Ende von diesem Beitrag sind eine Reihe von effektiven Selbstmotivations-Konzepte und -Techniken aufgelistet. 

Fremdmotivation 

Die Motivation kommt nicht von mir. Die Motivation kommt von Außen (von bestimmten Erlebnissen, anderen Menschen etc.). Das was von außen kommt, aktiviert in mir meine Motivationsknöpfe, und sorgt so dafür, dass ich mich motiviert fühle.

Auf das Thema Teammotivation werde ich noch in einem gesonderten Beitrag eingehen. 

Die „alte Welt“ geht immer noch davon aus, dass es die Aufgabe von Anderen ist, einen zu motivieren. Z.B. die Aufgabe der Führungskraft, oder des Unternehmens, oder des Ehepartners, oder des Motivationstrainers.

Die „neue Welt“, glaubt dass motiviert zu sein etwas ist, das in den Bereich Eigenverantwortung fällt. Welches Denksystem bevorzugen Sie?

Ich bin ein Freund der Selbstmotivationsphilosophie. Natürlich habe aber nichts gegen Fremdmotivation. Das nehme ich gerne mit wenn ich es erlebe. Mir ist es aber wichtig, dass ich nicht davon zu abhängig werde.

motivationDie zwei dominanten Motivations-Emotionen

In der Motivation (egal ob es sich um Selbst- oder Fremdmotivation handelt) gibt es zwei dominanten Emotionen:

  1. Freude: Lust, Wunsch, Hoffnung, Begeisterung, Liebe (positive Motivation) – hin zu etwas
  2. Angst: Furcht, Bestrafung, Druck (negative Motivation) – weg von etwas

Beide Emotionen funktionieren. Doch Angst (Menschen mit Angst zu motivieren) ist immer nur kurzfristig und in Notfallsituationen effektiv. Langfristig und in den meisten wichtigen Lebenssituationen ist Freude (Menschen mit Freude an etwas zu motivieren) achtmal effektiver als Angst.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Gewichtsreduzierung. Wer ist glücklich über die Vorstellung, nun hungern zu dürfen, um so das Gewicht zu verlieren? Und die Resultate sprechen für sich. In einer Studie von 1998 wurde festgestellt, dass 75% aller Frauen im Alter von 25 bis 54 Jahren jedes Jahr an einer Diät oder einem Abnehmprogramm teilnehmen. 90% dieser Frauen berichten von nur geringem oder gar keinem Erfolg und 50% haben nur wenig Gewicht verloren oder sogar an Gewicht zugelegt.

Interessanterweise hatten diejenigen, die ihr Gewicht nicht nur reduziert sondern es auch unten gehalten hatten, eine ganz andere Form der Motivation. Eine Motivation, die wesentlich größer und positiver war, als nur Gewicht zu verlieren. Ihre Motivation war es, einen neuen und gesünderen Lebensstil zu kreieren. Sie fingen an, wie Menschen, die gesund und schlank sind zu denken und sich danach zu verhalten.

motivationMotivation ist absolut essentiell – wir brauchen es (um erfolgreich zu sein) täglich 

Motivation bedeutet: Motiv, Energie, Beweggrund, Bedürfnis, Antrieb, Bereitschaft, regt zu einer Handlung (einen zielgerechten Verhalten) an. Mit Motivation beginnt alles. Es startet den Motor.

Es ist absolut essentiell aber natürlich alleine nicht ausreichend, um ein großes Ziel / Projekt / Aufgabe erfolgreich abzuschließen. Dafür braucht es den neben der Motivation auch ein beständiges Tun, Durchhaltevermögen, Vertrauen und Geduld.

Motivation ist notwendig, um aktiv zu sein. Sind wir motiviert, dann handeln wir auch. Und doch ist es auch so, dass Motivation, bzw. dieses Gefühl motiviert zu sein, nicht permanent vorhanden ist / ständig anhält. Wie alle Gefühle verändern sie sich immer wieder. Deshalb ist es notwendig, Motivation immer wieder täglich zu aktivieren. Dass wir am besten selbst dafür sorgen, dass der Motor täglich gestartet wird.

„Viele sagen, dass Motivation nicht anhält. Nun das gleiche gilt für baden oder duschen. Deshalb empfehlen wir es täglich.“  Zig Ziglar 

Was bedeutet das nun für Sie? 

Wenn es um Motivation geht, dann kann jeder von uns drei Dinge sehr viel bewusster tun, um unsere Motivation hoch zu halten (um nachhaltig inspiriert zu sein):

(1) Intrinsisch wählen (sich mehr darauf fokussieren)

Sehr bewusst mehr von den für sie intrinsisch motivierte Tätigkeiten, Beziehungen, Projekte und Ziele zu wählen. Mehr von den Dingen tun, die Sie lieben, Ihren wichtigen Werten entsprechen und die Sie besonders gut können (Ihren besonderen Stärken entsprechen).

Oder in allem was Sie gerade tun, sich sehr bewusst auf den intrinsischen Teil / Aspekt dieser Aufgabe / Tätigkeit / Ziel zu fokussieren. Zu erkennen (bewusst werden), was ist der intrinische Aspekt.

(2) Positive Motivations-Emotion wählen

Aktivieren Sie bei allem was Sie tun (Tätigkeiten, Projekten und Zielen) Begeisterung, Freude, Liebe als Emotion. Erkennen Sie, wie Sie von dem was Sie tun, emotional profitieren werden. Welchen positiven Nutzen Sie haben werden. Was Sie alles „gewinnen“ werden.

(3) Selbst den Motor täglich anschalten

Selbst täglich darauf achten, dass der Motor an ist. Motivation selbst anschalten. Wir alle haben immer unser ganz eigenes persönliches Motivationsmodell (unsere ganz eigenen Motivationsknöpfe).

Wir können diese, falls wir sie noch nicht so genau kennen, im Lauf der Zeit selbst herausfinden. Sie brauchen sich nur selbst zu fragen, „was muss ich erleben, erfahren, tun, damit ich mich motiviert fühle?“

Erinnern Sie sich einfach daran, wann habe ich in den letzten Wochen, Monaten das Gefühl gehabt motiviert zu sein. Aktivieren Sie das Erlebnis und dann gehen Sie ein wenig tiefer indem Sie sich fragen, was zu diesem Gefühl beigetragen hat: „Was war zuvor passiert, das dann dafür gesorgt hat, das ich mich in diesem Moment motiviert gefühlt habe?“ 

Sie können sich aber auch einfach in den nächsten Wochen selbst bewusst beobachten, um sich dann selbst zu erwischen, wenn Sie sich gerade motiviert fühlen. Dann schreiben Sie alles auf, was gerade passiert ist, das Ihnen dieses Gefühl gegeben hat, „motiviert zu sein“.

Nachfolgend ein paar Selbstmotivations-Konzepte und -Techniken die Sie ebenfalls gerne nutzen können, um täglich sich selbst motivieren zu können:  

Im Lauf der Zeit werde ich auf alle diese einzelnen Punkte in einem eigenen Beitrag noch genauer eingehen.

Wie stehen Sie zum Thema Motivation? Wie halten Sie Ihre Motivation hoch? 

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