Work-Life-Balance – Teil 1

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Work-Life-Balance

Wie Sie eine gelungene Balance zwischen Privatleben und Arbeit finden.

Die Fakten liegen auf der Hand: Nur die Hälfte der Arbeitnehmer in Deutschland ist der Meinung, dass ihre Firma für einen guten Ausgleich zwischen Beruf und Privatleben sorgt.

Inzwischen wechselt etwas mehr als jeder vierte Arbeitnehmer (27 Prozent) weltweit seinen Arbeitsplatz, wenn er mit der Work-Life-Balance nicht zufrieden ist. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der internationalen Unternehmensberatung Hay Group. In die Befragung sind Angaben von fünf Millionen Mitarbeitern aus 400 Unternehmen weltweit eingeflossen.

Bei den Führungskräften gibt es ebenfalls eine enorme Diskrepanz  zwischen der Zufriedenheit im Beruf  und einem unausgefüllten Privatleben. Gemäß einer aktuellen Umfrage des Institutes für Human Excellence, Galileo, kennen 86% der Führungskräfte diese Diskrepanz.

Der Hauptgrund für diese fehlende Balance ist der weltweite Trend zur Effizienzsteigerung. Das bedeutet: Mitarbeiter müssen mit immer weniger deutlich sehr viel mehr leisten. Was irgendwann unweigerlich dazu führt, dass die Menschen in Unternehmen immer unzufriedener mit ihrer Work-Life-Balance werden.

Das Arbeit- und Privatleben wieder ins Gleichgewicht bringen

Was tun? Reicht es aus diese Aufgabe dem Arbeitgeber zu übertragen? Ihn dafür verantwortlich zu machen, gut für seine Mitarbeiter/innen zu sorgen? Müssen die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter besser schützen, damit sie wieder mehr Zeit für ihr Privatleben und weniger Stress in der Arbeit haben?

Und welche Rolle spielen die Mitarbeiter selbst? Was sollten sie tun? Sollten sie nicht auch lernen, endlich besser abzuschalten und ihr Berufsleben und Privatleben klarer voneinander zu trennen?

Diese Fragen sind nicht leicht zu beantworten. Es gibt bis heute hierzu keine Einigkeit, was der beste Weg ist.

In meiner Erfahrung gibt es jedoch sehr gute und effektive Antworten und Vorgehensweisen, die einem praktisch helfen können, wieder die Harmonie und Balance zwischen Arbeit und Privatleben herzustellen, die man sich wünscht. Was das genau beinhaltet möchte ich Ihnen in dieser kleinen Mini-Serie: „Work-Life-Balance“,  bestehend aus insgesamt drei Beiträgen, vorstellen.

  1. Heute, im ersten Teil, geht es um das Thema: „DENKEN“. Insbesondere um ganz bestimmte Denkmodelle die uns besser helfen, eine Work-Life-Balance auch kreieren zu können.
  2. Im zweiten Beitrag dieser Mini-Serie werde ich genauer darauf eingehen, WAS wir alle konkret tun können, um diese Balance wieder herzustellen.
  3. Und im dritten Beitrag geht es um mögliche WIDERSTÄNDE (Ängste, Blockaden etc.), die sich bei der Umsetzung einer besseren Work-Life-Balance auftun können, und wie Sie diese überwinden und auflösen können.

Belastende Erlebnisse sind Hinweise oder Warnzeichen

Warnzeichen dürfen und sollten daher nicht einfach ignoriert werden. Eine fehlende Work-Life-Balance (WLB) ist ein sehr klares Warnzeichen dafür, dass wir uns im besonderen:
  • über-engagieren
  • über-strecken
  • über-verpflichten
  • über-buchen

Jetzt einfach so weiter zu machen und zu hoffen, dass es irgendwie und irgendwann besser wird, ist keine logische und daher auch keine sinnvolle Strategie. Auch wenn wir uns das vielleicht insgeheim wünschen, dass irgend etwas plötzlich passiert und es uns allen dann wieder gut geht und wir auf einmal eine optimal Balance zwischen Privat- und Arbeitsleben haben. In der Regel passiert das so nicht!

Fangen wir mit dem DENKEN an 

„Das Problem ist nicht das Problem … das wirkliche Problem ist, wie wir über das Problem denken!“  Dies ist eines der wichtigsten Prinzipien die mir mein Mentor Jack Black, im Lauf der vielen Jahre die ich ihn schon kenne, immer wieder vermittelt hat.

Es hilft mir, wenn ich mich an größere Probleme oder belastende Situationen in meinem Leben ranmache, nicht zu schnell in Zweifel, Angst, Panik oder Aktionismus zu verfallen.

Die Idee dahinter ist zuerst zu reflektieren, zu prüfen wie wir über etwas (die Situation, das Problem, den Mangel etc.) denken. Denn es hat sich für mich immer wieder bestätigt, das so ziemlich jedes Problem gelöst werden kann, aber in der Regel nicht auf dem Level des Denkens, auf dem das Problem kreiert wurde oder entstanden ist.

Ist es möglich eine mangelnde Work-Life-Balance (WLB) wieder herzustellen? Ja! Aber es braucht dafür auch ganz bestimmte „Denkmodelle“ auf die ich gleich eingehen werden. Denn alle unsere Verhalten basieren immer auf ganz bestimmten mentalen Denkmodellen. Wenn ich z.B. denke, dass viel und oft zu lächeln eine tolle Sache ist (das ist mein Denksystem), dann werde ich auch leichter oft und viel lächeln. Wenn ich aber denke würde, dass es ist gar nicht so wichtig ist oft zu lächeln, dann werde ich automatisch sehr viel weniger lächeln.

Meine Top 7 Denkmodelle …

damit Sie die für Sie beste Work-Life-Balance (WLB) kreieren können!

work-life-balance teil 1WLB-Denkmodell 1: Offenheit – es kann auch besser sein! 

Es ist sehr hilfreich und wichtig, dran glauben zu können, uns selbst die Erlaubnis zu geben, dass es für Sie möglich ist, auch wenn Sie derzeit noch nicht die Balance haben die Sie sich wünschen, dass Sie diese Balance in der Zukunft doch kreieren können.

Wir brauchen diese Vorstellung und Möglichkeit (auch wenn es erst einmal nur eine mentale Vorstellung ist), dass es auch anders (schöner, leichter, besser, einfacher etc.) sein kann. Das es auch noch andere Wege gibt dies zu erreichen, die mir vielleicht derzeit noch nicht bewusst sind.

Können Sie offen dafür sein, dass auch Sie die für Sie notwendige Work-Life-Balance hinbekommen können? Auch wenn es derzeit so aussieht als ob sie Lichtjahre davon entfernt sind?

Wie offen sind Sie dafür, dass auch Sie Ihre Balance super gut hinbekommen? Glauben Sie noch an diese Möglichkeit?

Hier hilft sich bewusst zu werden, dass keiner jemals von sich behaupten kann:
a) alles zu wissen
b) alles bereits probiert zu haben
c) alles mit der richtigen Energie und Ausdauer und Qualität umgesetzt zu haben

Erst mit dieser Offenheit, wird es überhaupt möglich sein, Zeit und Energie in dieses Ziel einer optimalen WLB zu stecken.

WLB-Denkmodell 2: Beobachter sein

Gerade beim Thema Work-Life-Balance empfinden viele Menschen eine sehr klare Machtlosigkeit, Enttäuschung, Frustration, Wut und Stressgefühle. Was leicht dazu führen kann, dass wir von der Situation überrannt und kontrolliert werden. In diesem Moment können wir zum „OPFER“ der Situation werden.

Sie können immer sehr gut daran erkennen ob Sie oder andere Menschen Opfer einer Situation geworden sind. Das können Sie vor allem daran erkennen, wie diese Menschen über die Situation die sie belastet sprechen. Wer viel meckert, jammert, motzt, Schuldzuweisungen verteilt, Richter spielt und viel verurteilt etc. der ist doch meistens „gefangen“ von der Situation – ist das Opfer der Situation.

Wer hingegen mehr darüber spricht, wie die Situation möglicherweise gelöst werden kann, was die ersten Schritte sein könnten, wer gerne und schnell Hilfe und Rat sich holt etc. der ist eher „befreit“ von der Situation – wird zum „BEOBACHTER“ der Situation.

Und erst als „Beobachter“ können wir dann Ende den Schritt zum „Beeinflusser“ der Situation machen.

Die Denkaufgabe hier ist zu erkennen, wahrzunehmen, zu reflektieren ob ich mich immer noch als „Opfer“ der Situation fühle. Wie sehe ich die Situation? Wie empfinde ich das Erlebnis? Schimpfe und meckere ich zu viel?

Ich sollte erkennen, wann ich „Opfer“ bin, um dann diesen mentalen Modus zu verlassen.

Mein Weg, um aus der „temporären“ Emotion und Gefühlswelt des Opfers herauszukommen, ist die:

Wenn ich es schaffen kann, wieder besser als Beobachter wahrzunehmen, was gerade so alles passiert, dann kann ich wieder besser die wahren Ursachen für die Situation erkennen und leichter Lösungen finden.

Die Stille und innere Ruhe ist der Weg vom Opfer zum Beobachter und dann zum Beeinflusser zu werden.

WLB-Denkmodell 3: Sag die Wahrheit!

„Jeder Fortschritt (Veränderung/Verbesserung) beginnt mit der Wahrheit!“

Wir sind hervorragend darin uns selbst Dinge vorzumachen. Das können wir alle sehr gut. Wir alle können Dinge schönreden und Belastendes einfach ignoriere und verdrängen. So gut und hilfreich das in machen Situation sein kann, in anderen kann es uns eindeutig im Weg stehen.

Jede Veränderung, Verbesserung, Erneuerung beginnt damit, dass wir anfangen uns selbst die Wahrheit zu sagen. Das wir aufhören uns selbst zu belügen und etwas vormachen!

Wenn es um Work-Life-Balance geht sollten wir zwei Wahrheiten finden:
  1. Was uns stört, belastet, nervt, frustriert, stresst: Was soll stoppen?
  2. Was uns gefällt, gut tut, stark macht, ermutigt, Energie gibt: Was mehr tun?

Am besten für beide Fragen die „ehrlichen“ Antworten finden und in ein Notizbuch oder Liste eintragen.

Die Antworten helfen uns mehr Klarheit zu haben: was wir nicht mehr wollen und was wir sehr viel mehr von wollen. Klarheit ist wichtig, wenn es um Veränderung und Verbesserung geht. Klarheit hilft uns bei zukünftigen Gesprächen, Vereinbarungen, Regelungen, Vorgehensweisen etc..

WLB-Denkmodell 4:  100%-Ich-Verantwortung

Wir glauben immer noch, dass es die Aufgabe und Verantwortung der Anderen ist, dafür zu sorgen, dass wir eine gute Work-Life-Balance haben. Das der Arbeitgeber, Führungskräfte, Kollegen, Ehepartner, Freunde etc. vor allem dafür sorgen müssen, das es mir gut geht. Das die Anderen doch verstehen müssen, was gut für mich ist und was nicht. Das sie dafür sorgen, dass ich eine gute Work-Life-Balance habe.

Dieses Denkmodell des „Anspruchsdenken“ wird natürlich in der Regel nicht erfüllt. Denn Arbeitgeber, Führungskräfte etc. haben viele Ziele und Aufgaben zu erfüllen. Und nur eine davon ist, für eine gute Work-Life-Balance für ihre Mitarbeiter zu achten. Dieses Denkmodell macht einen sehr passiv und gerne zum Opfer der Situation.

Anspruchsdenken funktioniert heute nicht mehr so gut. Das heutige, und wie ich denke auch sehr viel effektivere, Denkmodell lautet: „100%-Ich-Verantwortung“. Damit ist gemeint, dass nur ich selbst, zu 100%, die Verantwortung für alle wichtige Bereiche in meinem Leben übernehmen kann.

Ich bin zum Beispiel zu 100% verantwortlich für:
  • meine Erfolge
  • mein Wohlergehen, meine Zufriedenheit, meine Lebensqualität, meine Lebensfreude, mein Glück
  • meine Gesundheit
  • meine finanziellen Wohlstand
  • meine Work-Life-Balance

Verantwortlich zu sein bedeutet nicht, dass es meine Schuld ist, wenn z.B. etwas in diesen Bereichen meines Lebens noch nicht funktionieren. Es bedeutet vielmehr, dass es meine Verantwortung ist, es so wieder hinzubekommen, dass es sich für mich gut und richtig anfühlt.

Verantwortlich sein bedeutet auch nicht, dass ich alles immer gleich wissen muss. Es bedeutet nur, dass ich die Verantwortung dafür übernehme zu lernen, besser zu werden, Hilfe und Rat von anderen zu holen, die mehr Wissen und Kenntnisse besitzen.

Das was gut für uns ist, müssen wir in der Regel immer selbst „mit-erschaffen und mit-kreieren“ Die für uns beste Situation, die für uns beste Work-Life-Balance, entsteht nicht einfach so von alleine. Alles was wir uns für ein schönes, erfolgreiches und zufriedenes Leben wünschen, muss in der Regel auch aktiv von uns selbst mit-erschaffen und mit-kreiert werden.

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Photo: Photospin.com

WLB-Denkmodell 5: Weniger und besser! 

Wir glauben immer noch, mehr ist besser. Wir glauben leider immer noch mehr zu tun, mehr Aufgaben anzunehmen als wir dann tatsächlich abarbeiten können, ein gutes Zeichen dafür ist, das wir ein motivierter, loyaler, guter und produktiver Mitarbeiter, Führungskraft, Unternehmer sind.

Dieses Denkmodell stammt noch aus einer Zeit, in der Menschen als Maschinen betrachtet wurden. Je länger sie laufen, je mehr sie tun, um so mehr Output produzieren sie.

Wir leben aber heute in einer anderen Zeit: in einer „Wissensgesellschaft“. Es geht sehr viel mehr um Dienstleistungen, um Innovationen, um Service, um Kreativität, um neue und bessere Lösungen zu finden. In so einer Welt funktioniert das Maschinenmodell nicht mehr sehr gut.

Studien zeigen ganz klar auf, wer überarbeitet, frustriert, gestresst, verärgert ist, der kann keine guten Lösungen finden.

Das Modell der Zukunft, was uns nicht nur erlaubt eine hohe Lebensqualität (eine hohe WLB) sondern auch gleichzeitig eine sehr viel höheren unternehmerischen Erfolg zu haben, basiert auf dem Denkmodell von: „Weniger und besser!“

Dieses Denkmodell hilft uns auf ganz wenige Ziele, Aufgaben/Aktivitäten, Termine, Projekte etc. zu fokussieren, um so all diese Dinge mit einer sehr viel höheren Qualität auszuführen, um so, in der gleichen Zeit, sehr viel erfolgreicher tätig zu sein.

WLB-Denkmodell 6: WLB als echte Priorität

Work-Life-Balance hat für viele nur eine „theoretische“ Bedeutung. Im realen Leben steht es sehr weit hinten an. Die Baby-Boomers (Jahrgang 1958-1963) tut sich besonders schwer damit, WLB eine größere Bedeutung zu geben. Da muss es schon zu einem Burn-Out kommen, bis die meisten Baby-Boomer anhalten und reagieren.

Für die Generation Y (Jahrgang 1977-1998) hingegen spielt WLB von Anfang an in ihrem Berufslegen eine sehr entscheidende und tragende Rolle.

Erschöpft sein als Auszeichnung?!
Leider kann ich immer wieder wahrnehmen, dass „erschöpft und überarbeitet zu sein“ auch zu einer Art Auszeichnung geworden ist. Viele reden gerne, sogar mit ein wenig Stolz darüber, wie viel sie gerade tun und wie „kaputt“ sie sind.

Solange „erschöpft sein“ als ein wichtiger Hinweis für unsere Karriere gesehen wird, solange werden wir auch weiterhin viel zu lange arbeiten, viel zu viele Projekte, Aufgaben, Ziele etc. annehmen und uns auch weiterhin permanent „über-buchen“.

Stellen Sie dieses Denkmodell unbedingt in Frage. Ich bin ein großer Fan eines ganz anderen Denkmodells: „Erholung (inkl. WLB) als DAS Fundament für Spitzenleistung“

Es ist, wenn wir beides haben möchten, Erfolg und Lebensqualität, sehr viel hilfreicher zu lernen, sich immer wieder sehr gut zu erholen und zu regenerieren. Alle nachhaltigen Höchstleistungskonzepte basieren auf folgender Logik: „Erst kommt die Erholung und dann, wenn ich erholt bin, dann kann ich auch immer wieder Spitzenleistung erbringen.“

Work-Life-Balance ist ein wichtiger Baustein für Ihre Erholung & Regeneration, was wiederum die Grundvoraussetzung dafür ist, das Sie in der täglichen Arbeit besonders effektiv zu können. In den 1990er Jahren war WLB vielleicht ein „Nice-to-have“. Heute ist WLB ganz eindeutig ein „Absolutes Muss“.

WLB hat dann die beste Chance Realität zu werden, wenn es in unserem Beruf- und Privatleben auch eine echte, reale und hohe Priorität hat.

WLB-Denkmodell 7: Nein sagen

Wir glauben leider immer noch, dass wir nicht Nein sagen können zu den „inflationären“ Zielen, Projekte, Aufgaben, Aktivitäten, Anforderungen die uns präsentiert werden oder uns selbst in den Kopf kommen. Das es schlecht oder sogar riskant für uns ist, wenn wir Nein sagen. Schlecht für unseren Erfolg, Karriere, für die Beziehungen zu anderen, für unser Wohlergehen.

Nicht Nein sagen zu können basiert vor allem auf einem Denkmodell der Angst und auf einem Modell, dass die Anderen immer besser als ich weiß, was wirklich wichtig und dringend ist.

Es ist wieder ein sehr altes Denkmodell, dass aus einer Zeit stammt, wo es einen „König“ und Tausende von „Untertanen“ gab. Wo einer alles wusste, wo einer alles bestimmte, wo einer für alle mitdachte und der Rest nur noch auszuführen hatte.

Heute kann keiner mehr behaupten wirklich alles wissen zu können. Daher ist es heute sehr viel besser und hilfreicher, sich nicht mehr einfach nur als „Befehlsempfänger“ von Zielen, Projekten und Aufgaben zu sehen. Wir sollten uns vielmehr sehr viel bewusster mit diesen Zielen, Vorgaben, Projekten beschäftigen. Und dazu gehört sehr viel klarer den Sinn, die Bedeutung, die Effektivität dieser Dinge besser zu verstehen. Gerne auch zu hinterfragen.

Es wird heute keinen mehr überraschen, das die meisten von uns eindeutig VIEL zu VIEL jeden Tag tun. Und das wir auch sehr oft Dinge tun, die totaler Nonsens sind (die extrem ineffektiv, unproduktiv, Zeitfresser etc. sind).

Jedes mittel- bis langfristig erfolgreiche Unternehmen braucht heute, mehr den je, Mitarbeiter und Führungskräfte, die diesen Nonsens nicht einfach wie „Roboter“ unreflektiert und ungefragt umsetzen. Sie braucht Menschen, die auch Nein sagen können. Die uns allen mit ihrem „Nein“ zum Nachdenken bringen: „Ist das, was ich jetzt tun möchte/sollte/muss wirklich das, was uns heute am meisten weiterbringen wird?“ 

In unserer Informationsgesellschaft werden wir alle, mit zu vielen Informationen, Ideen, Strategien, Chancen, Möglichkeiten, Potenzialen, Vorgehensweisen etc. überschüttet. Jeden Tag, jede Woche eine neue Idee, eine neue Möglichkeit! Nein sagen zu können ist eine Basis-Fähigkeit, um in dieser Gesellschaft überleben zu können.

Erlauben Sie durchaus die Möglichkeit, dass auch Sie, ich, wie alle, immer noch zu viele Dinge tun, die Sie/ich/wir unbedingt stoppen sollten. Wo Sie/ich/wir unbedingt Nein sagen sollten.

Im zweiten Beitrag dieser Mini-Serie werde ich hier auf ein paar Strategien eingehen, wie Sie „schneller“ NEIN und „langsamer“ JA sagen können.

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Photo: Photospin.com

Neue Denkmodelle erlauben neue Möglichkeiten 

Ich halte Work-Life-Balance für sehr wichtig (siehe WLB-Denkmodell 6). Aber ich weiß auch, jedes neue Verhalten, wenn es langfristig und nachhaltig auch funktionieren soll, basiert immer auch auf ganz bestimmten (neuen und hilfreicheren) Denkmodellen. Denkmodellen, die es einem auch ermögliche das, was man erreichen will, auch erreichen zu können.

Für mich sind diese sieben WLB-Denkmodelle ein wichtiges Fundament, um dann den zweiten Schritt sehr viel leichter und besser gehen zu können, nämlich aktiv die WLB zu kreieren, die wir uns wünschen.

Probleme und Druckpunkte werden natürlich, nur auf Grund dieser sieben WLB-Denkmodelle nicht einfach verschwinden, aber ich werde diese Hindernisse anders auf- und wahrnehmen. Es hilft mir möglicherweise besser zu erkennen, ob es nicht auch hier der Fall ist, „dass das Problem nicht das Problem ist, sondern dass das wahre Problem das ist, wie ich über das Problem denke“.

Erkunden und neugierig sein

Alle, die offen sind und Lust haben, ihre Work-Life-Balance aktiv in den nächsten Wochen und Monaten deutlich zu verbessern, möchte ich aufrufen, zuerst ihr eigenen Denkmodelle genauer, in Bezug auf das Thema Work-Life-Balance, zu erkunden. Sich bewusster werden, wie und was Sie denken, wenn es darum geht, die Balance zu kreieren, die sie sich wünschen.

Wir denken Sie in Bezug auf Ihre Work-Life-Balance?
  • Glauben Sie daran, dass Sie Ihre beste Work-Life-Balance kreieren können?
  • Haben Sie Denkmodelle, die es Ihnen nur schwer (oder gar nicht) ermöglichen eine bessere Work-Life-Balance zu kreieren? Wenn ja, wie sehen diese aus?
  • Wie stehen Sie zu diesen sieben WLB-Denkmodellen? Wo gibt es für Sie Abweichungen? Wo Übereinstimmungen?

Ich freue mich auf Ihr Fragen, Feedback und Anregungen.  

Vielen Dank, dass Sie diesen Artikel gelesen haben

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