Wollen Sie lieber ein Konsument oder Produzent sein?

Irgendwann kommen wir alle auf unserem Weg in unsere Zukunft, an einer sehr interessanten Weggabelung an. An dieser Gabelung werden wir aufgefordert uns dafür zu entscheiden ob wir in unserem Leben lieber ein Konsument oder ein Produzent sein möchten. 

Was es bedeutet ein Konsument zu sein 

Wer Konsument ist, ist ein Verbraucher. Jemandem dem es sehr stark darum geht, was andere für einen tun können. Konsumenten wünschen sich vor allem eines, dass ihre Bedürfnisse durch die Anstrengungen von Anderen befriedigt werden. 


Was Konsumenten sehr glücklich macht ist wenn andere etwas Schönes für sie tun. Das Problem ist hier natürlich, dass die meisten Konsumenten diese Art von Glücksgefühlen nur sehr selten erleben. Denn ob sie das erhalten, was sie sich wünschen, hängt ja nicht von ihnen selbst ab, sondern davon, ob die Anderen genau das für sie bereitstellen, was sie sich wünschen. 
Daher sind Konsumenten Anderen gegenüber immer besonders kritisch. Sie fällen permanent Urteile darüber,wie gut die Leistungen der Anderen für sie sind. 

Wichtig ist hier natürlich zu erkennen, dass heute unser globales Wirtschaftssystem sehr stark auf dem Konzept vom Konsum aufbaut. Dass also sehr viele Menschen nie mit dem was sie haben all zu lang zufrieden sind und daher immer wieder bereit sind Neues zu konsumieren. Das ist die eine Seite vom Konsum. 

Es ist auch ein Lebensprinzip

Ein Konsument zu sein, kann natürlich auch auf unser Leben übertragen werden. Viele entscheiden sich bereits sehr früh (im Alter von 5-6 Jahren) ein Lebens-Konsument zu sein und bauen dieses Denkmodell dann auch noch beständig im Laufe ihres Lebens immer weiter aus. 

Was es bedeutet ein Produzent zu sein

Wir alle können uns aber auch, wenn wir an diese Weggabelung in unser Leben kommen, für den anderen Weg entscheiden. Hier entscheiden wir uns dafür ein Prozent (ein Schöpfer, Erzeuger) zu sein. Damit sind all die Menschen gemeint, die gerne etwas in ihrem Leben erschaffen, kreieren oder erzeugen möchten. Diese Menschen  betrachten alles, was sie in ihrem Leben erfahren und erleben (auch Negatives und Belastendes) als „Rohstoff“, um etwas Schöneres und Besseres für sie selbst und Andere zu erschaffen, zu lösen, zu verbessern und zu kreieren. 

Wer ist wer?

Heute ist es für mich sehr leicht und auch sehr schnell möglich zu erkennen, für welchen Weg, sich jemand entschieden hat.

Konsumenten

kann man sehr gut an vier spezifischen Denkweisen (Konsumenten-Denkweise) und Verhalten (Gewohnheiten) erkennen. Sie denken, dass es ok ist:

  1. Viel zu kritisieren (sind voreingenommen, urteilen, beurteilen und bewertet viel). 
  2. Sich oft zu beschweren (beklagen sich regelmäßig und meckern viel).
  3. Anderen die Schuld zu geben (z.B. wenn etwas Unangenehmes in ihrem Leben eingetreten ist, dann ist das immer der Fehler und die Schuld von Anderen).
  4. Eine sehr kurzfristig ausgelegten Fokus und Orientierung zu haben (heute muss es schön und gut sein).

Diese 4 Gewohnheiten sorgen garantiert dafür, dass man sich ein lebenslang extrem unwohl, unglücklich und unzufrieden fühlt. 

Produzenten

kann mann ebenfalls sehr gut an vier spezifischen Denkweisen (Transformations-Denkweise) und Verhalten (Gewohnheiten) erkennen. 
Sie denken, dass es ok ist, dass Sie: 

  1. Einen Beitrag zu leisten (sie möchten mit ihren Fähigkeiten, ganz gleich in welchen Situationen sie sich auch befinden, einen Beitrag und Mehrweit für andere kreieren). Ihnen ist daher auch nie langweilig. 
  2. Mit Anderen gerne zusammenarbeiten und kooperieren (sie möchten für Andere gerne nützlich sein und möchten auch gerne, dass Andere für sie nützlich sind).
  3. Etwas kreieren/erschaffen (etwas Neues, Schöneres, Besseres etc. und sind deshalb auch gerne bereit ihre Fähigkeiten kontinuierlich zu verbessern). 
  4. Einen eher langfristig ausgelegten Fokus und Orientierung zu haben.

Diese 4 Gewohnheiten sorgen ebenfalls garantiert für etwas, in diesem Fall sorgen sie dafür, dass man sich ein lebenslang sehr wohl, zufrieden und glücklich fühlt. 

Mit wem möchten Sie mehr Zeit verbringen?

Ich liebe es sehr viel Zeit mit Selbständigen, Unternehmer/innen und Führungskräften zu verbringen und mit ihnen auch zusammen zu arbeiten. Denn es handelt sich in der Regel nicht nur um ausgebrochen positiv denkende Menschen, sondern in der Regel auch um Produzenten. 

Seit 2017 biete ich ein neues Jahrescoaching Programm für Führungskräfte und Unternehmer/innen an. Auch hier wünsche ich mir, dass alle, die an diesem Coaching Programm teilnehmen, Produzenten sind.

Denn wenn sie das nicht sind, sie also eher wie Konsumenten denken und sich verhalten, dann werden sie in der Regel die Menschen um sie herum nicht genügend wertschätzen und können deshalb auch keine besonders gute Stärkenteams aufbauen. Außerdem werden sie in der Regel auch nur 1 Jahr an meinem Coaching-Programm teilnehmen. 

Wenn Sie Ihre Kunden betrachten, handelt es sich eher um Konsumenten oder um Produzenten? Die Produzenten unter Ihren Kunden sind die, die sehr viel stärker daran interessiert sind, gemeinsam mit Ihnen etwas zu erschaffen und zu kreieren. 

Dei gleiche Frage können Sie auch in Bezug auf Ihre Teammitglieder stellen. Wenn Sie diese betrachten, handelt es sich hier eher um Konsumenten oder Produzenten? 

Die ersten Schritte 

Was können Sie nun mit diesen Wissen anfangen? Für mich besteht die praktische Umsetzung von diesem Wissen aus drei einfachen Schritten, mit denen jeder gleich heute beginnen kann:

(1) Erkenne dich selbst

Erkennen Sie, wie Sie sich selbst derzeit am meisten verhalten. Sind Sie selbst eher am meckern und motzen? Oder kreieren und erschaffen Sie eher? Es ist wichtig ehrlich mit sich selbst zu sein. Also die gegenwärtige Realität, so wie ich gerade bin, auch zu akzeptieren, um dann diese Realität als Basis zu nutzen, um sich weiter zu entwickeln und zu verbessern. Und um in diesem Zusammenhang auch gleich zu klären, ob es bereits Menschen in meinem Umfelde gibt, mit denen ich zusammenarbeiten kann, um etwas Größeres und Besseres, zu kreieren. Und natürlich, um auch zu erkennen, wie ich meine besten Fähigkeiten, mit Hilfe von Kooperation und Kollaboration (mit Anderen), weiter entwickeln und ausbauen kann. 

(2) Erkenne die Anderen 

Dass ich dann mein eigenes neues Verständnis von mir selbst, dass ich z.B. KEIN Konsument bin, nutze, um besser zu verstehen, wer in meinem Umfeld ein Konsument ist und wer nicht, um dann bewusster sehr viel mehr Zeit mit den Produzenten zu verbringen. Konsumenten finden immer andere Konsumenten und Produzenten finden immer andere Produzenten. 

(3) 25-Jahre-Fokus 

Und das ich dann als Produzent 25 Jahre vorausdenke. Für mich selbst kläre, mit was ich mich in den nächsten 25 Jahren beschäftigen und was ich in dieser Zeit auch alles erschaffen möchte. Nämlich vor allem die Dinge, die einen enorm faszinieren und motivieren.  

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