Das Stärkenmodell – Teil 3 – ein Stärken-Team kreieren

Stärkenmodell

Herzliche Willkommen zu meinem dritten Beitrag zum Thema Stärkemodell. Im letzten Beitrag bin ich auf die ersten beiden Schritte bei der Umsetzung des Stärkenmodells näher eingegangen: Es ging hierbei um „Stärken-Klarheit“ (herauszufinden, was Ihre ganz besonderen Stärken sind) und die „Aktivitäten-Matrix“ (wie Sie Ihre Stärken auf Ihre gegenwärtigen Tätigkeiten und Projekte übertragen können).

In diesem heuten Beitrag geht es nun um die letzten beiden Schritte bei der Umsetzung des Stärkenmodells (Schritt 3 und 4).

Schritt 3: Stärken-Fahrplan kreieren

Wie Sie Ihren ganz persönlichen „Stärken-Fahrplan“ kreieren – um das Stärken-Modell bewusst in Ihr Leben zu integrieren. Die Erstellung Ihrer Aktivitäten-Matrix hat Ihnen geholfen klarer zu erkennen, welche Tätigkeiten Ihren einzigartigen Stärken „ES“ entsprechen. Aber auch welche Tätigkeiten in die Bereiche Inkompetent „IK“, Kompetent „K“ und Stärken „S“ fallen.

Gemäß dem Stärkenmodell sollten Sie sich – und das gilt natürlich auch besonders für alle Manager und Leader – vor allem mit den Aktivitäten / Projekte beschäftigen, die Ihren ES entsprechen. Der wichtigste Grund dies zu tun ist für mich ganz einfach der, dass Ihre ES Ihr größtes Potenzial darstellen. Aber es noch mehr Gründe die dafür sprechen. Wenn Sie Ihre Stärken ausleben, dann sie ganz automatisch enorm:

  • kreativ
  • motiviert
  • innovativ
  • intuitiv
  • offen zu lernen
  • neugierig
  • erfolgreich

Jeder Stärken-Fahrplan besteht aus den nachfolgenden 4 Elementen 

  1. Kooperation
  2. Stoppen
  3. Fokus
  4. Investieren

Schauen wir uns jede dieser vier Elemente etwas genauer an.

stärkenmodell stärkenfahrplan schritt 1

 

Hier geht es darum, Hilfe und Kooperation einzuholen. Sprechen Sie mit Ihren Kollegen /Teamleitern / Vorgesetzten / Personalentwicklung über die Umsetzung des Stärken-Modells für Sie. Sie können Ihnen in diesem Prozess tolle Hilfestellung, Ideen und Unterstützung geben.

stärkenmodell stärken-fahrplan schritt 2

 

 

Sie stoppen bewusst Ihre Aktivitäten im Bereich IK und K. Stoppen Sie zuerst, so gut es geht, alle Aktivitäten im Feld IK. Anschließend, die Aktivitäten im Feld K. Oder zumindest so gut es get (zum Beispiel um 60%) zu reduzieren. Denn aus einer Schwäche (und das sind die Dinge in IK & K) wird nie eine Stärke werden. Egal wie lange Sie trainieren und üben. Generell gilt:

„In eine Schwäche zu investieren ist keine gute Investition Ihrer Zeit und Ihres Geldes. Sie erhalten hier einfach keine gute Renditen.“

Nutzen Sie die drei Strategien des Loslassens

Um diese Aktivitäten in IK und K gehen zu lassen, können Sie die nachfolgenden Strategien nutzen.

Strategie 1: einfach damit aufhören

Damit ist gemeint, es einfach nicht mehr tun – oder auf später zu verschieben, um dann zu sehen was passiert. Sehr oft passiert nämlich gar nichts. Vielleicht ist es eines von den Dingen, die wirklich nicht mehr – von keinem – gebraucht werden.

Strategie 2: Delegieren, den besten Partner finden

Damit is gemeint, eine Person zu finden, die genau in diesen Dingen eine Stärke besitzt. Also nicht einfach irgendjemanden die Aufgabe übergeben. Sondern nur der Person, die darin sehr gut ist. Auf diese Weise kreieren Sie im Lauf der Zeit ein Stärken-Team.

Strategie 3: Technik / Automation nutzen

Manchmal ist es möglich, Aktivitäten mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln so zu automatisieren, dass Sie damit kauf noch etwas zu tun haben.

Wenn weder Strategie 1, 2 oder 3 möglich ist, dann ist es natürlich notwendig, dass Sie diese Dinge noch temporär „managen“. Das bedeutet, für eine bestimmte Zeit einen Weg zu finden damit weiter umzugehen. Der Fokus liegt aber auf temporär. Und während dieser Zeit bewusst mit Kollegen/Vorgesetzten einen Plan zu kreieren, um zu einem festgelegten Zeitpunkt diese Dinge doch abgeben zu können (Strategie 2).

stärkenmodell stärken-fahrplan schritt 3

 

 

Fokus bedeutet, jeden Tag mehr von Ihren ES ausleben. Nachdem Sie IK und K so gut es geht reduzier haben geht es nun darum mehr und mehr von den Aktivitäten / Projekten in der oberen Hälfte Ihrer „Aktivitäten-Matrix“ zu tun. Mehr Zeit mit S und ES zu verbringen. Sie setzen sich hierzu am besten sehr klare und spezifische Stärken-Ziele und beginnen dann die Abläufe, Arbeitsteilungen, Kooperationsmodelle zu kreieren, die es Ihnen erlauben, das Sie z.B. in einem Jahr 60% Ihrer Zeit vor allem mit Ihren ES verbringen.

In meiner Erfahrung ist es möglich, in einem Jahr 60% der Zeit in der oberen Hälfte zu verbringen. Und nach 3 Jahren 80% der Zeit nur noch mit den ES zu verbringen. Das ist ein wirklich sehr attraktives Ziel. Stellen Sie sich einfach kurz vor, Sie würden tatsächlich 80% Ihre Zeit nur noch das tun, was Sie lieben und hervorragend können. Wie würde sich das für Sie anfühlen?

Gemäß eine Umfrage aus dem Jahr 2007 waren es nur 17% der Befragten, die Ihre Stärken jeden Tag nutzen. Das ist sicherlich einer der Bereiche in unserem Leben wo wir noch ein sehr großes Entwicklungspotenzial haben.

Setzten Sie sich ein klares und spezifisches (messbares) ES-Ziel.

Wieviel % Ihrer Zeit wollen Sie bis wann mit Ihren ES verbringen? Setzen Sie sich ein Ziel für 1 Jahr und kreieren Sie dann für dieses Ziele Etappenziele. Quartals- und Monatsziele.


Jede Woche auf Ihre Stärken-Entwicklung fokussieren 

Wenn Sie Ihre Wochenplanung machen (vielleicht am Montagmorgen), fokussieren Sie sich ganz bewusst drauf in jeder Woche mehr und mehr von Ihren S und ES auszuleben.

Beginnen Sie jede Woche mit der Frage: 
„Wie werde ich sicherstellen, dass ich meine Stärken diese Woche ein wenig mehr nutzen werde, als in der letzten Woche?“

Weiter hilfreiche Fragen sind: 

  • Wie kann ich meine Arbeit/meinen Tag, um meine Stärken herum aufbauen?
  • Wieviel % meiner Zeit habe ich letzte Woche mit meinen Stärken verbracht? ____%
  • Wieviel % plane ich für diese Woche? ____%
  • Was mehr tun?
  • Was stoppen?
  • Wer kann helfen?


Bieten Sie Ihre Stärken alle anderen in Ihrem Team / Unternehmen an

Beginnen Sie kontinuierlich damit, darauf zu Bestehen, dass Sie in Projekten und Teams mitzuwirken, die von Ihren Stärken profitieren können. Und verbringen Sie mehr Zeit mit den Menschen in Ihrem Team/Unternehmen, die die gleichen Stärken wie Sie haben.

Wo stehen Sie heute? 

Sie können, um eine aktuelle Ist-Aufnahme zu haben, auch für eine Woche ein Zeitjournal führen und aufschreiben, wie viel Zeit Sie derzeit, in der oberen Hälfte (S und ES) und wie viel in der unteren Hälfte (IK und K) Ihrer Aktivitäten-Matrix verbringen.

Als ich mein Zeitjournal erstellte, musste ich doch ein wenig überrascht feststellen, dass ich 80% meiner Zeit in der unteren Hälfte verbrachte und nur 20% in der oberen.

stärkenmodell stärken-fahrplan schritt 4

 

 

Damit ist gemeint, dass Sie in Ihre ES kontinuierlich weiter stärken (also ganz bewusst in Ihre Stärken investieren). Die Welt um Sie herum, Ihr Team, Ihre internen und externen Kunden, brauchen vor allem Eines von Ihnen: „Ihre einzigartigen Stärken (ES)“.

Damit kreieren Sie für alle den größten Mehrwert. Denn das ist es, was die Anderen von uns brauchen. Unsere Stärken und nicht unsere Schwächen. Bestehen Sie also darauf, mehr Trainings, Coaching, Aus- und Weiterbildung in den Aktivitäten zu erhalten, die Ihren Stärken entsprechen.

Ein Beispiel 

Wie würden Sie hier vorgehen? Gallup stellte Eltern vor folgende Situation: „Sie haben ein Kind, das mit folgenden Noten nach Hause kommt:“

  • Deutsch: Sehr gut (1)
  • Geografie: Sehr gut (1)
  • Biologie: Befriedigend (3)
  • Mathematik: Mangelhaft (5)

Hier die Frage an die Eltern: „Welches Fach / Note verdient von Ihnen als Eltern die meiste Aufmerksamkeit? Sie können nur in ein Fach ihres Kindes investieren. Welches Fach wäre dies?“

Es waren 77% der Eltern, die sich auf die 5 (Mangelhaft) fokussiert hatten. Also auf die Bereinigung – Beseitigung einer Schwäche.

Natürlich sollten die Eltern diese 5 nicht einfach ignorieren. Aber nach dem Stärkenmodell sollte das Kind, die Eltern, wir alle, vor allem in unsere Stärken mehr investieren. Denn hier, mit unseren Stärken, können wir am schnellsten und am meisten wachsen und uns entwickeln.

„In Ihre Stärken zu investieren ist ein wichtiger Schlüssel für mehr Erfolg und Lebensqualität.“ 

Schritt 4: Stärken-Team aufbauen

Kommen wir nun zum letzten Schritt für die Umsetzung vom Stärkenmodell.  Wie Sie Andere ins Boot holen, um ein Stärken-Team aufzubauen. Wenn Sie bereit sind das „Superhero-Syndrom“ (das Sie als Einzelkämpfer alles können müssen) aufzugeben und die zuvor genannte Strategie 2 (Delegation nach dem Stärken-Modell) kontinuierlich umsetzen, dann werden Sie im Lauf der Zeit ein enorm effektives Stärken-Team kreieren. Es kann sich bei so einem Team um interne (Mitarbeiter/Kollegen) Personen ebenso wie um externe Partner handeln.

Die Basis ist ein klares Stärken-Bewusstsein. Ein Bewusstsein dafür zu haben, was das Stärkenmodell ist, und welchen enormen Nutzen es für Sie, Ihren Erfolg, Ihr Team und Ihr Unternehmen hat. Um sich dann, getragen von diesem Bewusstsein, immer mehr darauf einzulassen sich nur noch auf das zu fokussieren, was man hervorragend kann und ein Team um einen herum aufzubauen (sich mit einem Team zu umgeben), dass die anderen Dinge, die erledigt werden müssen und nicht den eigenen Stärken entsprechen, hervorragend realisieren können. Die genau darin eine Stärke besitzen.

Bauen Sie auf Ihre Stärken und delegieren Sie Ihre Schwächen

Sie können nicht alles. Bauen sie ein Stärken-Team um Sie herum auf, das Ihnen dabei helfen kann, dass Sie sich auf die Dinge fokussieren können, die Sie großartig können. Auf diese Weise werden Ihre Schwächen bedeutungslos. Denn jemand in Ihrem Team besitzt genau darin eine Stärke.

Wenn Sie Ihr Stärken Team aufgebaut haben werden Sie, gemeinsam mit Ihrem Team, sehr viel leichter in der Lage sein, sehr viel größere Ziele zu realisieren.

Führen Sie, wenn es für Sie möglich ist, so früh wie möglich und mit allen Menschen in Ihrem Team / Unternehmen Stärken-Gespräche. In denen es darum geht, sehr genau herauszufinden, was die ES von jeder Person in Ihrem Team sind. Nutzen Sie hierzu die Informationen in meinem ersten Beitrag zum Stärkenmodell.

„Wir sollten von allen Teammitgliedern nicht nur wissen, was ihre Schwächen sind, sondern vor allem was Ihre besonderen Stärken sind.“

Sie können auch Ihre Teammitglieder ein wenig genauer bei der Arbeit beobachten und darauf achten, was sie immer wieder, wenn sie bestimmte Dinge tun, sagen. Woran kann man Stärken erkennen? Wenn Menschen Dinge sagen wie: „das gefällt mir, ich liebe das, das macht mir Spaß“. Woran kann man Schwächen erkennen? Wenn sie Dinge sagen wir: „Dass geht mir auf den Keks, das macht mir ganz fertig, es frustriert mich.“

Verteilen Sie immer bewusster immer mehr Aktivitäten und Projekte nach dem Stärkenmodell. Wenn Sie wissen, dass eine Person in Ihrem Team eine gestimmte ES besitzt, dann übertragen Sie dieser Person mehr und mehr von diesen Aktivitäten. Solange, bis diese Person 60-80% ihrer Zeit nur noch mit diesen Dingen verbringt.

Denn genau so funktioniert die Umsetzung des Stärkenmodells.

Persönliche Hilfe: Für Fragen und wenn Sie an einer professionellen Unterstützung bei der Umsetzung von diesem Modell in Ihrem Team/Unternehmen interessiert sind, können Sie mich gerne  kontaktieren.
Meine Telefon Nummer lautet: 07151 9813-300
Per Email: klauspertl@mindstore.de

Extra Tipp: Eine großartige Investition in Ihr Zeit ist für mich

  1. wenn Sie in Ihre ES investieren
  2. wenn Sie in die Dinge investieren, für die Sie eine starke Begeisterung haben (die zu Ihren persönlich wichtigen Werten passen, Ihnen Sinn und Bedeutung geben, die sie intrinsisch motivieren)
  3. wenn Sie in die wenigen, für Ihren Erfolg maßgeblichen Aktivitäten (EKA = erfolgskritische Aktivitäten), investieren

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