Die Macht der Worte

positive Sprache

Heute schreibe ich über die Macht der Worte – vor allem die Kraft des gesprochenen (oder gedachten) Wortes. Es geht darum, wie stark Worte uns beeinflussen können und wie wir alle sehr viel bewusster und positiver kommunizieren können.

Es ist ein Bereich unseres Lebens der viel zu wichtig ist, um ihn einfach dem Zufall zu überlassen. Eben weil Worte so eine enorme Wirkung auf uns alle haben. Sie können uns zum lachen und zum weinen bringen. Sie können dafür sorgen, dass wir etwas tun oder mit etwas aufhören. Worte können uns aufbauen oder entmutigen. Sie können uns Hoffnung und Kraft geben oder unser Vertrauen rauben und ermüden. 

Worte haben eine schöpferische Kraft. Und auf alles, was eine schöpferischer Kraft/Wirkung hat, sollten wir immer sehr gut achtgeben.

„Säure zerstört irgendwann immer auch das Gefäß in dem es aufbewahrt wird. Worte können wir Säure sein.“

Ich möchte, weil die Sprache die wir nutzen, eine so starke Auswirkung auf uns und andere hat, sehr viel mehr Verantwortung dafür übernehmen. Daher habe ich mir angewöhnt, sehr bewusst Worte zu wählen, die mir (und auch Anderen) Kraft geben und gut tun. Damit meine ich, die mir helfen, meine Ziele zu erreichen, mein Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl (Selbstverständnis) hoch zu halten. 

macht der Worte
Photo: Photospin

RICHTUNGSWEISER

Ein Wort ist für mich immer auch ein „Richtungsweiser“ für mein Gehirn. Es sorgt dafür, dass mein Gehirn in eine ganz bestimmte Richtung blickt.

Die eine Richtung ist: „Weg-vom-Ziel“. So ein Wort kreiert Gedanken und Gefühle, die mich davon abhalten, weiter an meinem Ziel zu arbeiten. Solche Worte sind z.B.: es ist schwer, ich glaube nicht, es ist unmöglich, so etwas geht nicht, ich hasse es, ich verstehe das nicht, ich bin inkompetent.

Sie rauben Energie, zerstören die Motivation, bringen Sie vom Weg ab, zerstören das Selbstvertrauen und senken Ihre Erfolgschancen = negativer Input

Die andere Richtung ist: „Hin-zum-Ziel“. So ein Wort kreiert Gedanken und Gefühle, die mich ermutigen (mir Hoffnung geben), weiter an meinem Ziel zu arbeiten. Solche Worte sind z.B.: ich kann, ich werde, ich tue, ich schaffe es, ich bin fähig, ich lerne es noch, ich vertraue mir, ich kreiere es, es ist möglich, es ist machbar, ich setze mich dafür ein, ich mache es gerne.

Sie geben Energie, fördern die Motivation, fokussieren das Ziel, steigern das Selbstvertrauen und die Erfolgschancen = positiver Input.

Mir geht es hier nicht um eine krankhafte, zwanghafte oder aufgesetzte Positivität. Es geht auch nicht darum, die Wahrheit zu leugnen oder zu verdrängen. Denn das schadet Ihnen nur, ist unehrlich und führt zu Stress. Nein, es geht darum, alles das was Sie denken und sagen, auf eine positive und für Sie hilfreichere Art und Weise zu kommunizieren.

„80% unserer täglichen Konversation besteht nur aus 400 Wörtern“

POSITIV UMFORMULIEREN 

Man kann alles immer auf unterschiedliche Art und Weise sagen, zum Beispiel hin zum Ziel oder weg vom Ziel – auch ohne die Realität zu verleugnen oder zu verdrängen.

Ich gebe dabei wie folgt vor. Wenn ich etwas belastendes erlebe und nun darüber sprechen möchte, dann frage ich mich: „was brauche / was möchte ich in diesem Moment?“ Und das würde ich dann sagen.

Wenn ich also z.B. denke: „ich bin genervt“, dann akzeptiere ich das und frage mich: „Was brauche ich jetzt in diesem Moment?“  Was könnte man in so einem Moment wohl brauchen? Vielleicht eine Auszeit, oder Hilfe und Unterstützung, oder ein gute Idee. Wichtig ist, sich anzugewöhnen immer ganz bewusst darüber nachzudenken, was man in diesem Moment braucht oder möchte.

Ich sage also nicht mehr: „ich bin genervt“. Ich sage: „Ich brauche jetzt unbedingt eine Pause um mich wieder zu erholen und zu beruhigen.“

Nachfolgend weitere Ideen, wie man etwas positiv umformulieren kann:

positiv umformulieren

Positive Gedanken und Worte kreieren ein ganz anderes Verhalten als negative. Positive Gedanken und Worte helfen uns:

  • Belastungen in Chancen
  • Hindernisse in Innovationen
  • Schwächen in Stärken und
  • Rückschläge in Lernerfahrungen umzuwandeln.

STOPP, LÖSCHE DAS PROGRAMM 

Unser Gehirn hat die tolle Fähigkeit sich immer wieder selbst zu organisieren und selbst zu stabilisieren. Wir stabilisieren uns immer in die Richtung auf die wir uns fokussieren. Das bedeutet in der Praxis, wenn wir uns in so einem Muster befinden, zum Beispiel Negativität, dann stabilisiert sich dieses Muster (selbst) und es ist nicht mehr so leicht auszubrechen. Wir ignorieren andere Möglichkeiten und Realitäten (zum Beispiel Positivität).

Nutzen Sie diesen Selbstorganisationsmechanismus zu Ihrem Vorteil. Wie? Indem Sie sich auf positive Worte, Gedanken und Selbstgespräche fokussieren. Ihr Gehirn wird Ihnen jetzt wieder helfen und sich in diesem Muster stabilisieren.

Gewöhnen Sie es sich an, sich immer und überall positiv auszudrücken. Machen Sie eine positive Denk- und Ausdrucksweise zu einer neuen Lebensart. Leben Sie danach jeden Tag so gut Sie können, in allem was Sie tun.

Sie werden merken, es macht einen Unterschied. Vor allem am Anfang kann es aber noch leicht vorkommen, dass Sie in die alte, negative Sprache zurückfallen. Lassen Sie nicht zu, dass diese negativen Worte und Gedanken Ihre Datenbank infizieren. Wenn Sie sich dabei ertappen, etwas Negatives zu denken oder zu sagen, dann sagen Sie sofort (mental oder laut): „Stopp, lösche das Programm“.

Sie verhindern dadurch, dass Ihr Unterbewusstsein das negative Kommando (jedes Wort und jeder Gedanke ist ein Kommando) verarbeitet und ausführt. Formulieren Sie diese negativen Worte oder Gedanken positiv (wie zuvor beschreiben) um. Damit richten Sie sofort wieder den Fokus auf Ihr Ziel und geben Ihrem Unterbewusstsein den richtigen Auftrag.

Es ist unmöglich, ein Bild (Muster, Gedanke) im Gehirn zu haben und das nicht auszudrücken (verbal oder nonverbal), ohne bestimmte chemische Reaktionen im Körper auszulösen, ohne das es “ausstrahlt”. Worte und Gedanken haben Wirkung auf uns, unsere Energie und unser Verhalten. 

Welche Worte verwenden Sie? Worte, die Mut machen? Oder Worte, die entmutigen?
Wie achten Sie auf Ihre Sprache?


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