Disziplin – wie wichtig ist sie wirklich? 

Disziplin ist nicht so wichtig

Disziplin gilt immer noch als eine der Fähigkeiten, die enorm wichtig für unseren Erfolg und Lebensqualität ist. Und gleichzeitig gibt sie einem auch das Gefühl von „Müssen, Zwang und Willenskraft“. Alles Dinge, die wir nicht unbedingt immer als sehr positiv und hilfreich wahrnehmen.

In meiner Welt ist Disziplin notwendig, denn nur so kann ich die Freiheit kreieren, die ich mir für mein Leben wünsche. Disziplin und Freiheit sehe ich als Partner. Denn erst ausreichende Disziplin ermöglicht es mir ausreichende Freiheit zu haben.

Aber wie genau Disziplin entsteht und ob man Disziplin entwicklen und trainieren muss sind hier die wirklich interessanten Fragen, die wir uns heute etwas genauer ansehen.

Alles beginnt mit Zielklarheit

Wir sollten nicht bei der Disziplin beginnen. Beginnen sollten wir mit der für uns besten Zukunft. Wir sollten uns zuerst klar werden welche tolle (motivierende und inspirierende) Zukunft wir uns wünschen.

Wir sollten also zuerst die großen Zukunftsfragen für uns beantworten:

  1. Was möchte ich in den nächsten 1, 5 oder 25 Jahren haben?
  2. Wie möchte ich sein?
  3. Was möchte ich alles können?
  4. Was möchte ich besitzen?
  5. Was möchte ich tun?

Gewohnheiten klarifizieren

Erst nachdem wir unsere beste Zukunft sehr klar und spezifisch definiert haben kommen wir zum nächsten Schritt. Jetzt geht es darum herauszufinden, welche spezifischen „Gewohnheiten“ notwendig sind, um genau diese beste Zukunft auch realisieren zu können.

Was müssten wir z.B. regelmäßig tun, um z.B. einen Marathon unter 4 Stunden laufen zu können? Oder was müssten wir z.B. regelmäßig tun, um gesund und nachhaltig 10 kg Gewicht zu verlieren? Oder was müssen wir z.B. regelmäßig tun, um unser Einkommen zu verdoppeln?

Erst jetzt geht es um Disziplin

Doch wir werden an das Thema Disziplin es ein wenig anders herangehen, als Sie das vielleicht bisher getan haben.

Denn es gibt hier, wie ich denke, eine sehr wichtige Erkenntnis: „Nämlich die, dass wir alle bereits 100% diszipliniert sind wenn es um unsere wichtigsten und am stärksten etabliertesten Gewohnheiten geht.“ 

Das bedeutet: Jeder von uns ist bereits 100% diszipliniert. Natürlich nicht immer. Aber immer dann, wenn wir einmal eine Gewohnheit fest etabliert haben.

Wir müssen also „diszipliniert zu sein“, nicht mehr neu erlernen und wir müssen auch nicht weiter an dieser Fähigkeit bewusst arbeiten. An was wir arbeiten sollten sind die für uns hilfreichen GEWOHNHEITEN zu kreieren.

Gewohnheiten kreieren 

Es ist genau genommen sehr einfach neue Gewohnheiten zu kreieren. Denn ganz genau genommen entstehen Gewohnheiten durch zwei Dinge:

  1. durch bewusstes Üben (z.B. durch Ernsthaftes Trainieren) und
  2. durch Wiederholung

Wir alle haben Gewohnheiten fest in unser Leben etabliert. Ich habe z.B. die Gewohnheit etabliert jeden Morgen mit meinen Hunden einen Spaziergang zu machen und dabei meine Podcast / Audiobücher zu hören.

Darin bin ich jetzt ganz natürlich (automatisch) 100% diszipliniert. Denn diese Gewohnheit habe ich mir in den letzten Jahren einfach durch Tun & Wiederholung angeeignet.

Ihnen und mir fehlt es – und das ist die gute Nachricht – nicht an der Fähigkeit diszipliniert zu sein. Wenn es uns vielleicht an etwas fehlt, dann eher daran, ganz bestimmte neue (und für uns gute) Gewohnheiten zu kreieren.

Lesen Sie hierzu auch meinen Beitrag:  IN 4 EINFACHEN SCHRITTEN NEUE VERHALTEN KREIEREN

Andere können helfen

Ich denke, wenn es um meine Ziele und Erfolge geht, nicht nur darüber nacht welche neuen Gewohnheiten ICH für mich etablieren sollte sondern auch darüber welche Gewohnheiten ANDERE in meinem Umfeld/Team für mich übernehmen könnten. Denn nicht alle Gewohnheiten gefallen mir und nicht alle Gewohnheiten passen zu meinen besonderen Stärken.

Welche neue Gewohnheiten sollte ich mir aneignen? Und für welche neuen Gewohnheiten sollte ich besser die Hilfe von Anderen in Anspruch nehmen?

Finden Sie starke, intelligente, clevere und fähige Menschen um Sie herum. Auch hier gilt, nutzen Sie Teamarbeit so gut und so oft es nur geht.

Gewohnheiten etablieren

Wenn Sie also in Zukunft das Gefühl haben, dass es Ihnen in Bezug auf eine bestimmte Aktivität, an der notwendigen Disziplin fehlt, dann gehen Sie es nach dieser neuen Vorgehensweise an. Gehen Sie davon aus, dass Sie ausreichend Disziplin besitzen, dass Sie aber für diese Aktivität vielleicht noch keine starke Gewohnheit etabliert haben.

Und dann beginnen Sie damit in den nächsten 30-90 Tagen diese neue Gewohnheit durch anfänglich bewusstes Üben (Ernsthaftes Training) und regelmäßiger täglicher Wiederholung, in Ihren Tagesablauf fest zu etablieren. Es ist wirklich so einfach.

Attraktive Ziele helfen noch leichter Gewohnheiten zu kreieren 

Wenn das Ziel, das Sie erreichen wollen, ausreichend attraktiv für Sie ist (es sie emotional und intellektuell stark anspricht und bewegt), dann wird es auch in der Praxis für Sie sehr leicht und einfach sein, sich die dafür neuen und notwendigen „Gewohnheiten“ auch anzueignen.

Die Macht der Visualisierung nutzen

In diesem Zusammenhang lohnt es sich auch Visualisierung bewusster zu nutzen. Am besten jeden Tag, gleich am Morgen und am Abend bevor Sie einschlafen, Ihre Top Ziele für die nächsten Jahre mental visualisieren.

Dadurch bringen wir uns täglich immer wieder das große „attraktive“ Bild unserer besten Zukunft in unser Bewusstsein. Wir stellen dadurch sicher, dass unsere Motivation und Energie für diese Ziele die ganze Zeit über beständig hoch bleibt. Was uns wiederum hilft, sehr viel leichter die neuen notwendigen Gewohnheiten zu etablieren.

Es braucht manchmal Mut 

Ja, für manche neuen Gewohnheiten wird es sicherlich auch eine Portion Mut benötigen. Denn manche dieser neuen Gewohnheiten verlangen von uns neue Verhalten, die wir uns vielleicht bisher noch nicht so richtig zutrauen. Das macht natürlich Angst.

Also demonstrieren Sie Mut. Tun Sie es einfach. Beginnen Sie die neuen Gewohnheiten auch wenn Sie sich dabei anfänglich ein wenig unwohl fühlen. Geben Sie nicht gleich auf. Fokussieren Sie sich auf Fortschritte, Lernerfahrungen und für was Sie dankbar sind.

Durch beständiges Wiederholen diese Sache werden Sie ganz natürlich feststellen, dass Sie darin im Lauf der Zeit auch immer besser werden. Und dann fühlt es sich auch irgendwann ganz „normal“ und „gut“ für Sie an.

Sie brauchen Disziplin tatsächlich nicht mehr zu trainieren. Erkennen Sie vielmehr welche Gewohnheiten Sie etablieren sollten, um die für Sie beste Zukunft zu kreieren. Das ist der sehr viel bessere und effektivere Weg.

Viel Erfolg mit dieser Vorgehensweise.

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