Goodfinder als wichtige Selbstmotivationstechnik und Leadershipinstrument

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Ich mag das Konzept vom „Goodfinder“ – der Person, die das Gute findet. Es stammt ursprünglich vom inzwischen verstorbenen Zig Ziglar – einem der ganz großen im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung aus den USA.

Die Grundidee sieht wie folgt aus: es geht darum ganz bewusst sich immer wieder auf das „Gute“ (Positive, Interessante, Hilfreiche, auf Fortschritte etc.) zu fokussieren. Also das wahrzunehmen (bewusst danach Ausschau zu halten), was gut, toll, wichtig und hilfreich für einen war / ist.

Das ganze hat den enormen Vorteil, dass es einem hilft das eigene Vertrauen, die eigene Motivation und das eigene Selbstwertgefühl immer wieder hoch zu halten. Denn genau durch diese Fokussierung wird das eigene Denksystem gestärkt, dass es auch immer wieder tolle und gute Dinge im eigenen Leben gibt.

Die Umsetzung kann anfänglich sehr strukturiert durchgeführt werden, bis es irgendwann zu einem ganz normalen automatischem Verhalten wird. Ganz einfach sich selbst regelmäßig und bewusst fragen:

  • „Was ist gerade (heute) Gutes* passiert?“
  • „Was mag ich an dem, was ich gerade tue (was ich gerade erlebe)?“
  • „Was ist generell gut an diesem Tag / an diesem Vormittag / an dem was ich gerade tue?“
  • „Was gefällt mir an diesem Tag / an dieser Aufgabe / an diesem Anruf?“
  • „Was tut mir gut an diesem Tag / an dieser Aufgabe / an diesem Anruf?“
  • „Welche Fortschritte und selbst kleinen Erfolge kann ich heute erkennen?“

Die Antworten, die Sie auf diese Fragen finden, können Sie auch gerne in ein keines Notizbuch (Erfolgs-/Dankbarkeitsjournal) eintragen.

* Gutes bedeutet hier auch: Interessantes, Hilfreiches, Wichtiges, Fortschritte, Lösungen, Lustiges etc.

Generell wissen wir heute: „das, auf was wir uns fokussieren, nehmen wir auch verstärkt wahr.“

Der Goodfinder ist ein mentales Fokussierungskonzept, dass den enormen Vorteil hat, dass es uns hilft ein positives Denksystem (das es in unserem Leben auch viel Positives gibt) zu kreieren bzw. zu stärken.

Ich mag den Goodfinder aber nicht nur, weil es für einen selbst eine sehr gute und effektive Selbstmotivationstechnik ist. Es ist auch ein sehr wirkungsvolles Leadershipinstrument.

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Photo: Photospin

Leader sollten immer auch Goodfinder sein

Gerade als Leader ist es wichtig im Team/Unternehmen ein Denksystem zu kreieren (bzw. zu stärken), dass es in diesem Team/Unternehmen auch immer wieder sehr viele „Möglichkeiten, Chancen, gute Resultate, tolle Verhalten und Erlebnisse“ gibt.

Doch in der Praxis sieht es immer noch so aus, dass wenn Menschen im Team/Unternehmen zusammen kommen, dass sie sehr gerne und sehr viel und intensiv über vorhandene Probleme, Belastungen, Störungen, Niederlagen sprechen. Und weil das immer wieder wiederholt und schon ganz automatisch stattfindet, entsteht ganz automatisch (und daher für viele auch völlig unbewusst) ein Denksystem, dass es in diesem Team/Unternehmen vor allem sehr viele PROBLEME & BELASTUNGEN gibt.

Nicht weil das der Wahrheit entspricht, sondern weil hierauf der sehr viel größere gedankliche Fokus gelegt wird. Und das hat klare Folgen: die Motivation sinkt.

Ich kann jedem Leader empfehlen ein Goodfinder zu sein bzw. zu einem Goodfinder zu werden.

In der Praxis bedeutet das für Leader zwei Dinge:

  • Immer wieder in Gesprächen mit Menschen aus dem Team/Unternehmen diese bewusst zu fragen: „Was ist heute Gutes passiert?“ oder „Welche guten Nachrichten/Erlebnisse/Resultate haben Sie heute für mich?“ Diese Frage könnten Sie z.B. zu Beginn eines Telefonates oder wenn Sie eine Telefon-Konferenz durchführen oder wenn Sie jemanden persönlich Treffen, stellen. Ganz egal wann und wo. Einfach immer dann wenn Sie jemanden treffen, diese Frage stellen. Sie möchten einfach nur ein reales positives Erlebnis (aus diesem Team/Unternehmen) bewusst hören.
  • Wenn Ihnen dann jemand von etwas wirklich Tollem berichtet, dass Sie dann tiefer gehen, um genauer herauszufinden, wie dieses tolle (reale) Erlebnis, das Gute, der Erfolg genau entstanden ist.

Leader können, dank diesem Fokus regelmäßig und sehr spezifisch erfahren, was die genaue Ursache für einen bestimmten Erfolg ist. Dieses Wissen (wie ein Erfolg in diesem Team/Unternehmen) entstanden ist, können sie dann an Andere im Team/Unternehmen weitergeben. Auf diese Weise können Leader sehr viel effektiver Andere inspirieren.

Generell gilt: Wir können nicht nur sehr viel von Problemen, sondern auch enorm viel von Erfolgen lernen. Deshalb stellen Erfolge, immer auch eine sehr wichtige Quelle für Wissen und Inspiration dar.

Sind Sie ein Goodfinder?
Wie stehen Sie zum Konzept des Goodfinders? 

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