Persönlichkeitsentwicklung – und ihre fünf elementaren Eckpfeiler

Persönlichkeitsentwicklung Klaus Pertl

Persönlichkeitsentwicklung

hat das Ziel, zwei wichtige Dinge hinzubekommen: erstens mehr Erfolg und zweitens mehr Lebensqualität zu haben. Ich möchte gerne Beides haben. Deshalb liebe ich auch Persönlichkeitsentwicklung und habe mich vor mehr als 20 Jahren dafür entschieden in dieser Industrie als Trainer und Coach tätig zu werden.

In dieser Zeit habe ich festgestellt, dass es für mich in meiner Arbeit als Trainer & Coach auf fünf wichtige Themen ankommt. Sie sind heute die fünf Eckpfeiler meiner Tätigkeit, die auch sehr bewusst aufeinander aufbauen.

Der erste Pfeiler

Damit beginnt alles:  ist Klarheit. Damit ist gemeint, sehr klare und spezifische Ziele (Visionen) zu haben. Ziele für das eigene Leben, das Team, das Unternehmen, für eben alle wichtigen Bereiche in unserem Leben. Klarheit und Zielsetzung hat sehr viel mit der „rechten-Gehirnhälfte“ zu tun – also mit Fantasie, Imagination, Vorstellungskraft, Lust, Freude, Begeisterung. Damit sollte Zielsetzung beginnen.

Ziele beschreiben wer wir sind und was wir uns für unser Leben wünschen. Was ich tun, wer ich sein & was ich haben werde. Und ja, Ziel dürfen auch gerne GROSS sein. Denn dann motivieren sie uns am stärksten und helfen uns auch gleichzeitig mehr von unseren bisher ungenutzten kreativen und intuitiven Ressourcen zu aktiveren.

Persönlichkeitsentwicklung Der zweite Pfeiler

ist das Wichtige zu tun (Aktivitäten-Management). Nachdem wir wissen was (welches Ziel) wir erreichen möchten, geht es nun darum zu überlegen und herauszufinden, WAS genau (also welche Aktivitäten, welches Tun, welches Handels) zu tun ist, damit wir auch dieses Ziel erreichen werden.

Erst das Handeln macht aus einer Idee etwas Reales. Handeln ist daher etwas sehr wichtiges. Aber es geht heute nicht mehr darum einfach viel zu tun, oder noch mehr, noch länger und noch härter zu arbeiten. Unsere persönliche Produktivität und Effektivität (vor allem wenn sie so stressfrei wie möglich sein soll) hängt von vier Dingen ab:

  1. herausfinden, WAS sind die „wenigen Dinge“, die uns am besten helfen, die für uns wichtigen Ziele schneller und einfacher zu erreichen. Das basiert auf dem Pareto-Prinzip (oder der 80/20 Regel, die besagt, dass 80% unsere Erfolges von 20% unserer Aktivitäten kommen). Ich bezeichne die Aktivitäten als „EKA“ (erfolgskritische Aktivitäten).
  2. Sehr viel Zeit fokussiert nur mit diesen EKA’s zu verbringen und alle anderen Aktivitäten entweder zu stoppen, zu delegieren oder stark zu reduzieren.
  3. Diese EKA’s solange, ausreichend und beständig zu tun, bis der gewünschte Erfolge sich auch einstellt. Es braucht immer auch Geduld und Ausdauer.
  4. Diese EKA’s, denen wir viel Zeit geben, und die wir beständig tun, sollten auch unseren Stärken (und Fähigkeiten) entsprechen. Denn wenn wir nicht gut darin sind, dann werden wir auch keine besonders guten Ergebnisse produzieren. Wenn diese Dinge aber unseren Stärken entsprechen, dann kreieren wir noch schneller die gewünschten Resultate.

Ein japanisches Sprichwort lautet: „Ein Handeln ohne eine Vision (ein Ziel) ist eine Gefahr. Eine Vision (ein Ziel) ohne Handeln ist ein Alptraum.“  

Persönlichkeitsentwicklung 5 PfeilerDer dritte Pfeiler

beschäftigt sich mit dem Thema Zeit. Nachdem wir wissen, was wir genau wollen (Ziele) und wir wissen, was wir am besten tun sollten (handeln), um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir diesen wenigen wichtigen Aktivitäten (EKA) sehr bewusst viel von unserer Zeit geben.

Wir wissen heute, dass wir Zeit nicht managen können. Sie ist für alle gleich. Sie kann nicht beeinflusst werden. Was wir aber tun können, ist Aktivitäten zu managen. Also zu entscheiden, welchen Dingen wir wie viel Zeit geben möchten.

Das alte „klassische“ Zeitmanagement funktioniert heute nicht mehr. Es ist sogar der Begriff vom „Anti-Zeitmanagement“ aufgetaucht, der mir sehr gut gefällt.

Was wir also tun können ist:

  1. zuerst zu entscheiden, um was für einen Tag es sich an diesem Tag handelt: ist es ein Vorbereitungstag (V-Tage) oder ein Aktionstag (A-Tage). An einem V-Tag wird geplant, vorbereitet, analysiert, verhandelt, diskutiert, recherchiert, entschieden, trainiert, geübt etc.. An einem A-Tag wird 80% der Zeit nur mit einer (oder zwei oder maximal drei) EKA-Aktivität verbracht.
  2. Dann wird dieser Tag in 4-Fokus-Perioden / Blöcke mit je 90 Minuten (wir arbeiten hier nach dem Ultradian-Rythmus) eingeteilt. In jedem dieser Blöcke gibt es dann immer nur einen Schwerpunkt. Dafür haben wir dann in der Regel auch ausreichend Zeit.
  3. Zwischen diesen Blöcken werden feste Erholungsphasen von 10-15 Minuten eingebucht und genommen.
  4. Entsprechend unserer mentalen- und körperlichen Energie (wann haben wir die best Glucose) werden z.B. anspruchsvollere Themen am Vormittag (wo in der Regel die Energie höher ist) in Angriff genommen werden.

Es entsteht auf diese Weise ein höchst fokussierter Tag, der sich zum einen ganz bewusst an unseren EKA’s (das wenige Wichtige, für das wir dadurch auch ausreichend Zeit haben) sowie an unsere ganz individuellen Energie ausrichtet und orientiert.

PersönlichkeitsentwicklungDer vierte Eckpfeiler

ist das Stärkenmodell. Wie bereits erwähnt, sollten die EKA’s (die wenigen wichtigen Dinge/Aktivitäten), auf die wir uns primär einlassen (sie tun), und denen wir sehr viel Zeit geben, auch unseren besonderen Stärken entsprechen.

Es reicht nicht mehr nur aus, dass für unseren Erfolg Notwendige beständig und ausreichend  zu tun. Das was wir tun, sollten wir auch erfolgreich hinbekommen. Und das hat mit unseren persönlichen Fähigkeiten und Stärken zu tun. Lesen Sie am besten hierzu meine insgesamt drei Artikel zum Stärkenmodell.

Das Stärkenmodell hilf uns zwei wichtige Dinge hinzubekommen: 

  1. mehr von den EKA’s zu tun, die ich liebe und wo ich besonders gut darin bin
  2. die EKA’s, in denen ich sehr schlecht bin, an jemanden abzugeben, der darin eine Stärke hat.

Wenn uns das gelingt, dass wir vor allem unsere Stärken ausleben (und diese kontinuierlich weiter stärken und ausbilden) und unsere Schwächen bedeutungslos werden, weil andere (die darin eine Stärke haben) es für uns tun, werden wir unsere Ziele sehr viel schneller erreichen.

Persönlichkeitsentwicklung Klaus PertlDer fünfte Eckpfeiler

in meiner Arbeit ist das Thema Selbstmanagement. Ich nenne es auch manchmal Selbst-Leadership. Hier geht es um die mentale Seite der Reise, vom Setzen bis zum Erreichen der Ziele. Wie wir denken und uns fühlen. Auf was wir uns fokussieren und wie wir Erlebnisse und Erfahrungen interpretieren.

Die Schlüsselthemen sind hier vor allem: Eigenverantwortung, Inspiration, positive Fokussierung, Motivation, mentale Stärke, emotionale Ruhe, Intuition, Kreativität, Umgang mit Widerständen und Hindernissen. Es geht um die Frage, wie gut wir darin sind, uns selbst zu führen und stark zu machen.

Im Leben ist es sehr oft wie im Sport, Wettkämpfe werden meisten schon vor dem Wettkampf verloren oder gewonnen. Mit welcher Erwartung und mit welchem inneren Bild wir einen Wettkampf antreten, ist heute ebenso wichtig wie die physischen und technischen Fähigkeiten.

Das Mentale ist ganz eindeutig ein sehr weiches Thema. Aber es gibt heute immer mehr harte Fakten und Studien die uns bestätigen, wie wichtig genau dieser weiche Teil für unser Leben und für unseren Erfolg ist.

Wer Erfolg und Lebensqualität haben möchte, der sollte in all diesen fünf Bereichen besser und besser werden. Das bedeutet vor allem, sich auf diese Bereiche einzulassen und zu üben.

Welche dieser fünf Bereiche interessiert Sie derzeit am meisten? 

 

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